Hendricks will Zuschüsse für den Immobilienkauf oder -bau von der Kinderzahl abhängig machen Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Union will ein neues Baukindergeld einführen, um junge Familien beim Eigenheimbau zu unterstützen. Laut Wahlprogramm ist pro Kind und Jahr ein Zuschuss von 1.200 Euro für eine Laufzeit von zehn Jahren geplant. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) kritisiert die Pläne. Sie bevorzugt 8.000 Euro pro Familie mit einem Kind, jeweils weitere 6.000 Euro für ein zweites und drittes Kind.

Statt sich auf Großstädte zu beschränken, will die Ministerin den Zuschuss auch für den Kauf von Bestandsimmobilien im ländlichen Raum zahlen. "Die CDU verteilt ihr Baukindergeld mit der Gießkanne", sagte Hendricks der "Passauer Neuen Presse", "erreicht damit aber nicht diejenigen, die wirklich Hilfe beim Wohnungskauf brauchen".

Die Bauministerin hatte Ende vergangenen Jahres vorgeschlagen, Familien je nach Kinderzahl mit bis zu 20.000 Euro zu unterstützen, wenn sie in Gegenden mit knappem Wohnraum ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen. Eine Verständigung darüber gab es in der großen Koalition aber nicht.

Hendricks hat ihre Vorschläge nun noch einmal präzisiert: Danach soll es 8.000 Euro pro Familie mit einem Kind geben, weitere jeweils 6.000 Euro für ein zweites und ein drittes Kind. Statt sich auf Großstädte und Ballungsräume mit angespanntem Wohnungsmarkt zu beschränken, will die Ministerin den Zuschuss auch für den Kauf von Bestandsimmobilien im ländlichen Raum zahlen.

Auch der Petitionsausschuss im Bundestag will Investitionsanreize zur Sanierung von Bestandsgebäuden in strukturschwachen Regionen fördern. Und ein Bündnis aus Bauherren- und Architektenverbänden sowie der Bau- und Immobilienwirtschaft setzt sich dafür ein, dass die Eigentumsquote von derzeit 45 Prozent auf 50 Prozent bis 2020 gesteigert wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte auf dem ZIA-Immobilientag versprochen: „Wohneigentum hat für uns Priorität."

Schlagworte zum Thema:  Eigenheimzulage, Politik

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