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"Nationale Projekte des Städtebaus" stehen fest – neue Förderrunde beginnt

"Nationale Projekte des Städtebaus 2016": Ein Schwerpunkt ist die Konversion von Militärflächen
Bild: Forum Bremen

Das Bundesbauministerium hat in der Förderrunde 2016 des Förderprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" 17 Projekte ausgewählt, die mit insgesamt rund 41 Millionen Euro gefördert werden. Für die Förderrunde 2017 werden 50 Millionen Euro im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt eingeplant.

Bis zum 30.11.2016 können Kommunen geeignete Projekte beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einreichen. Gefördert werden Projekte mit besonderer nationaler Wahrnehmbarkeit, wobei der Schwerpunkt auf der Konversion von Militärflächen, der Realisierung von interkommunalen städtebaulichen Kooperationen sowie dem barrierefreien und demographiegerechten Umbau von Städten und Gemeinden liegt.

Auf den letzten Aufruf für das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus 2016" waren 118 Vorschläge von Städten und Gemeinden mit einem beantragten Bundeszuschuss von rund 466 Millionen Euro eingegangen, womit das Programm mehr als zehnfach überzeichnet war. Die ausgewählten 17 Kommunen können ihre ersten Projekt-Maßnahmen bereits im Herbst beginnen. So wird beispielsweise in Gießen die Mustersanierung der 100 Jahre alten Werkssiedlung "Gummiinsel" gefördert. In Berlin-Pankow erhält das Wohnquartier Elisabeth-Aue eine "Erste Adresse" als Anlauf- und Koordinierungsstelle für die gemeinschaftliche Quartiersentwicklung. In Heidelberg entsteht das "Grüne Band des Wissens", das als identitätsstiftender Freiraum die früheren amerikanischen Campbell Barracks erschließen soll. In Schweinfurt wird das Gelände der Ledward-Kasernen mit dem Caruspark eine Revitalisierung erleben, in Wilhelmshaven die internationale Forschungs- und Begegnungsstätte "Wattenmeer" auf einem früheren Marineareal gefördert.

"Die gute Resonanz auf die bisherigen Projektaufrufe zeigt, dass es in deutschen Städten und Gemeinden ein großes Potenzial an herausragenden Maßnahmen des Städtebaus gibt. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Ich gehe davon aus, dass wir auch in der Förderrunde 2017 wieder qualifizierte Projektanträge bekommen und dass ausgiebig von den zusätzlich vom Bund bereitgestellten Mitteln Gebrauch gemacht wird", sagte Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks.

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Schlagworte zum Thema:  Städtebau, Förderung

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