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Einnahmen aus Grunderwerbsteuer erreichen Rekordniveau

2015 fließen voraussichtlich zehn Milliarden Euro durch die Grunderwerbsteuer
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer sind im ersten Halbjahr 2015 auf einen neuen Rekordwert von 5,3 Milliarden Euro geklettert. Damit hat sich die Steuer in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) sieht diese Entwicklung kritisch.

Laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamts kassieren die Länder in diesem Jahr erstmals mehr als zehn Milliarden Euro durch die Grunderwerbsteuer. Dem BFW missfällt das steigende Aufkommen: "Es kann nicht sein, dass Länder und Kommunen versuchen, über immer höhere Grunderwerbsteuern ihre Haushaltslöcher zu schließen, und so das Wohnen für die Bürger immer teurer machen", sagt BFW-Präsident Andreas Ibel. Die Schmerzgrenze für immer mehr Immobilienkäufer aus der Mittelschicht sei erreicht.

Die Steuer, die bei jedem einzelnen Immobilienkauf im Neubau oder Bestand anfällt, wird seit der Föderalismusreform 2006 durch die einzelnen Bundesländer festgelegt. Seitdem wurde sie von den Ländern insgesamt 26 Mal erhöht.

Neben der Grunderwerbsteuer müssen Immobilienkäufer Notarkosten von zwei Prozent und Maklergebühren von bis zu 7,14 Prozent zahlen. Bei einem Höchstsatz von 6,5 Prozent, der im Saarland, in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gilt, fallen damit rund 15,6 Prozent der Kaufkosten zusätzlich an Erwerbsnebenkosten an. Bei einem 400.000-Euro-Objekt entspricht dies einer Summe von 62.560 Euro.

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