22.04.2016 | Politik

Bayern: Grüne wollen staatliche Immobilienverwaltung reformieren

Maximilaneum: Die Grünen im bayrischen Landtag wollen die staatliche Immobilienverwaltung (Imby) reformieren
Bild: Wolfgang Dirscherl ⁄

Die Grünen im bayrischen Landtag wollen die staatliche Immobilienverwaltung (Imby) reformieren. Zehn Jahre nach der Gründung habe die Firma ihre Aufgaben nicht erfüllt, sagte die Finanzpolitikerin Claudia Stamm. Im Landtag hat die CSU einen Antrag Stamms zur Neuordnung der Immobilienverwaltung bereits abgelehnt.

Die Grünen-Angeordnete Stamm beruft sich auf Daten des Finanzministeriums. Eigentlich sollte die Gründung des Unternehmens im Jahr 2006 die Kosten senken und die Effektivität des Immobilienmanagements steigern. Doch nach den vom Finanzministerium zur Verfügung gestellten Daten sind die Ausgaben für Mieten seit 2006 von damals 96,1 auf knapp 145 Millionen Euro im Jahr 2015 gestiegen.

Stamm bemängelt vor allem, dass viele Gebäude leer stehen, obwohl es sinnvolle Verwendungen gebe - unter anderem als Flüchtlingsunterkünfte. So gebe es in der oberbayerischen Kleinstadt Wasserburg ein Wohn- und Gewerbegebäude mit 5.700 Quadratmetern Grund, das in einigen Jahren abgerissen werden soll.

Stamms Vorschlag: Die Imby soll den Kommunen mitteilen, welche Gebäude leer stehen, damit diese die Gebäude zumindest vorübergehend nutzen können. Nach den Zahlen des Finanzministeriums stehen derzeit Häuser mit etwa 22 000 Quadratmetern Fläche leer, wovon allerdings mehr als die Hälfte auf ein sehr großes Gebäude in der Oberpfalz entfällt.


Schlagworte zum Thema:  Politik, Immobilienwirtschaft, Immobilienverwaltung

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