30.10.2013 | Top-Thema Gewerbeimmobilien-Portale: Funktioniert der Kauf per Klick?

Unterm Hammer

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Die US-amerikanische Online-Immobilienbörse Auction.com bietet ihre Plattform jetzt auch in Deutschland an.
Bild: auction.com

Die US-amerikanische Online-Immobilienbörse Auction.com bietet ihre webbasierte Plattform für Live-Auktionen von gewerblichen Immobilien seit September 2012 auch in Deutschland an.

Potenzielle Käufer können auf der Webseite auf alle für die Kaufprüfung erforderlichen Dokumente zugreifen und die Objekte an zuvor festgelegten Tagen auch vor Ort besichtigen. Verkäufer können einen Mindestpreis festlegen, die Bieter müssen nachweisen, dass sie über die nötigen Mittel verfügen, belegen, dass sie mit dem Geldwäschegesetz in Deutschland nicht in Konflikt kommen, und einen Betrag von bis zu 5.000 Euro hinterlegen.
Weitere Plattformen für freiwillige Immobilienauktionen sind propertybid.de und immoweb.de. Hinter propertybid.de steht die Wiesbadener Auktion & Markt AG. Die Unternehmen richten sich mit ihren Immobilienauktionen an professionelle Investoren, besonders auch an Asset-Manager und Projektentwickler. Im Gegensatz zum Zuschlag im Rahmen einer Zwangsversteigerung, bei der der Eigentümerwechsel mit dem Zuschlag erfolgt, schließen bei der Auktion die Parteien den Kaufvertrag in der üblichen Form vor einem Notar ab. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen für den Verkäufer in der kürzeren Verfahrensdauer und der Erzielung des optimalen Kaufpreises. Käufer profitieren vor allem von den qualifizierten fachlichen Informationen und der transparenten Kaufpreisfindung. Im Bieterverfahren lassen sich die Objekte bei bieterverfahren24 erwerben oder anmieten. Die hierbei abgegebenen Gebote sind allerdings nicht rechtsverbindlich und auch der Anbieter entscheidet nach Abschluss des Verfahrens unabhängig, ob er das erzielte Höchstgebot annimmt.
„Bei der Mietersuche arbeiten wir vor allem mit Immobilienscout24 zusammen. Wir erzielen damit eine hohe Wahrnehmung und generieren im Durchschnitt täglich mehrere Mieteranfragen zu unseren Flächen und Gebäuden“, sagt Susanne Heck, Pressesprecherin von Aurelis Real Estate. Zusätzlich sei das Unternehmen auf einigen Portalen von Wirtschaftsförderungen vertreten, die allerdings regional konzentriert seien. Zur Unterstützung des Verkaufs ausgewählter Flächen und Objekte nutze das Unternehmen seit dem Jahr 2012 die Plattform Commercial Network. „Hier haben wir allerdings bisher keine Kontakte knüpfen können, die zu Abschlüssen geführt haben.“ Als Kontaktplattform für die Mietersuche seien gewerbliche Immobilienportale hilfreich. Beim Verkauf von Flächen und Objekten brauche man jedoch einen langen Atem, denn in der Regel funktioniere die Geschäftsanbahnung in diesem Bereich größtenteils – und bei einer Vertiefung des Gesprächs ausschließlich – auf der persönlichen Ebene, so Hecks Resümee.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbeimmobilien, Strategie

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