| Mietrecht

Gelsenkirchen erklärt 14 "Schrottimmobilien" für unbewohnbar

Wird eine Immobilie für unbewohnbar erklärt, müssen die Wohnungen geräumt werden
Bild: Gerhard Frassa ⁄

Gelsenkirchen hat seit Inkrafttreten des neuen Wohnungsaufsichtsgesetzes vor rund einem Jahr 14 Mal von dem Recht Gebrauch gemacht, Schrottimmobilien für unbewohnbar zu erklären. Die Wohnungsämter könnten alternativ Bußgelder von bis zu 50.000 Euro gegen Eigentümer verhängen. Auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen wurden Maßnahmen ergriffen.

Wird eine Immobilie für unbewohnbar erklärt, müssen die Wohnungen geräumt werden. In Köln und Duisburg haben die Städte seit April vergangenen Jahres jeweils drei Häuser für unbewohnbar erklärt. Dortmund und Bochum haben je eine "Schrottimmobilie" geschlossen, wie eine dpa-Umfrage ergab.

Die Wohnungseigentümer müssen in diesen Fällen angemessenen Ersatzwohnraum zur Verfügung stellen. In dem Gesetz sind die Anforderungen an Wohnraum neu definiert worden: Sanitäre Anlagen und Heizungen müssen nicht nur vorhanden sein, sondern auch funktionieren. Um Überbelegungen zu verhindern, müssen für jeden Erwachsenen mindestens neun, für Kinder mindestens sechs Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung stehen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Schrottimmobilie

Aktuell

Meistgelesen