06.05.2013 | Frankfurt/Main

Fünf größte Städte fordern mehr Geld für Wohnungsbau

Die Mitteilung kam aus dem Frankfurter Rathaus
Bild: Florentine ⁄

Die Rathauschefs der fünf größten deutschen Städte (Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main) haben den Bund aufgefordert, seine Mittel für den Wohnungsbau auf eine Milliarde Euro pro Jahr zu verdoppeln. Dies teilte die Stadt Frankfurt am Montag mit.

"Angesichts dramatisch steigender Mieten in den Ballungsräumen muss die Schaffung bezahlbaren Wohnraums absolute Priorität haben", heißt es in einem gemeinsamen Appell der SPD-Stadtoberhäupter Klaus Wowereit (Berlin), Olaf Scholz (Hamburg), Christian Ude, (München), Jürgen Roters (Köln) und Peter Feldmann (Frankfurt).

Der Bund müsse die Großstädte dabei unterstützen. Denn sie stünden unter erhöhtem Nachfragedruck und müssten einen Großteil der Zuwanderung verkraften. Die Mittel der Städtebauförderung müssten ebenfalls deutlich aufgestockt werden, heißt es weiter in der Erklärung. Dabei müsse die Förderung des Bundes von einem Drittel auf mindestens die Hälfte steigen, da die Länder und Kommunen ihren Anteil sonst nicht mehr bezahlen könnten.

Die 518,2 Millionen Euro Ausgleichszahlungen des Bundes pro Jahr für den Wohnungsbau reichten schon jetzt nicht aus. "Wir fordern alle Bundesländer auf, die Kompensationszahlungen künftig nur noch zweckgebunden zu verwenden, damit sie dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden", erklärten die Stadtoberhäupter. Die Zahl der Sozialwohnungen sei seit dem Jahr 2002 um rund ein Drittel auf weniger als 1,5 Millionen zurückgegangen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Wohnbauförderung

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