24.09.2015 | Frankfurt am Main

Betrugsprozess gegen S&K-Chefs vertagt

Zur Verlesung der Anklageschrift mit mehr als 1.700 Seiten kam das Gericht zunächst nicht
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Anlagebetrüger der Immobilienfirma S&K wurde nach mehreren Unterbrechungen vorerst vertagt auf den 29. September. Grund war der Befangenheitsantrag eines Nebenbeteiligten gegen das Gericht. Angeklagt sind die Firmengründer sowie vier weitere Männer wegen schweren und bandenmäßigen Betrugs sowie Untreue.

Zur Verlesung der Anklageschrift mit mehr als 1.700 Seiten kam das Gericht zunächst nicht. Die Männer sollen mehrere tausend Anleger mit einem verschachtelten Firmen- und Beteiligungssystem um ihr Geld gebracht haben. Den Gesamtschaden beziffern die Ermittler auf mehr als 240 Millionen Euro. Den Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Die entscheidende, bundesweite Razzia gegen die mutmaßlichen Betrüger hatte zu Jahresbeginn 2013 stattgefunden. Die Ermittler stellten Vermögensgegenstände im Wert von rund 55 Millionen Euro sicher: Sportwagen, teure Uhren, Immobilien und Goldbarren.

Die Beschuldigten sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Der Angeklagte Stephan S. wurde am Donnerstag mit Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Prozess, Betrug

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