25.04.2016 | Projekt

Frankfurt: KEG kauft erstes Fondsobjekt

KEG kauft eine erste Liegenschaft in Frankfurt-Hoechst
Bild: Joachim Reisig ⁄

Der Magistrat in Frankfurt am Main hat einen Zuschuss von rund 780.000 Euro aus dem städtischen Liegenschaftsfonds für die KEG Konversions- Grundstücksentwicklungsgesellschaft beschlossen. Damit kann das erste Projekt gekauft werden. Es handelt sich um die Liegenschaft "Bolongarostraße 112" in Höchst. Geplant ist neuer Wohnraum, wie Bürgermeister Olaf Cunitz sagte.

Nach Abriss der Gebäude ist beabsichtigt die Liegenschaft über ein Vergabeverfahren gemeinschaftlichem Wohnen zuzuführen. Das Vergabeverfahren soll vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und dem Amt für Wohnungswesen koordiniert werden. Eine Jury besetzt mit politischen Vertretern und Abgeordneten beteiligter Ämter der Stadt entscheidet über die Vergabe der Grundstücke an geeignete Interessenten.

Ziel: Gemeinschaftliches Wohnen fördern

Im Jahr 2015 hatte die Stadt die KEG mit der Aufgabe betraut, sich um Grundstücke und Immobilien zu kümmern, die aus den unterschiedlichsten Gründen derzeit keine Abnehmer am Markt finden oder deren Eigentümer nicht in der Lage sind, entsprechende Marktoptionen wahrzunehmen.

Dabei sollen diese entwickelt beziehungsweise saniert und anschließend veräußert oder in Erbpacht vergeben werden. Der Liegenschaftsfonds verfügt über ein Volumen von rund 6,8 Millionen Euro. „Er ist ein Instrument der integrierten Stadtentwicklung“, so Cunitz. „Damit betreiben wir ein Stück Stadtreparatur.“

In Frage kommende Grundstücke sind unter anderem kleine Grundstücke, die uninteressant für professionelle Projektentwickler sind oder Immobilien, die auf Grund ihres Zustandes großen Aufwand in der Wiederherstellung haben, denkmalgeschützt sind oder deren Eigentümer mit einem Verkauf und der Entwicklung überfordert sind.

Die Zuschüsse für die KEG werden jeweils nur für Einzelprojekte nach vorheriger Prüfung und auf Grund eines gesonderten Magistratsbeschlusses gewährt.

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Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Immobilienfonds

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