17.08.2012 | Flughafen Berlin Brandenburg

Eröffnungstermin bleibt trotz Finanzspritze ungewiss

Der Starttermin für den neuen Hauptstadtflughafen bleibt ungewiss
Bild: Alexander Obst/Marion Schmieding/Flughafen Berlin Brandenburg

Vertreter der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes haben am Donnerstag stundenlang Wege aus der Misere gesucht: Es sollen Mehrkosten von bis zu 1,177 Milliarden Euro für den neuen Hauptstadtflughafen aufgebracht werden. Wann der Flughafen in Betrieb geht, bleibt offen.

Nach Informationen aus Gesellschafterkreisen gab es sowohl in der Finanzfrage als auch beim Streit um den Lärmschutz für Anwohner Fortschritte. Details drangen aber nicht nach außen.

Der neue Technikchef Horst Amann sollte den Aufsichtsräten eigentlich am Donnerstag sagen, ob der März-Termin (17.3.2013) trotz der Probleme an der Brandschutzanlage zu halten ist. Er hat sich dem Vernehmen nach aber Zeit bis zur nächsten Sitzung Mitte September einräumen lassen.

Vor der Sitzung war erwogen worden, weiteres Steuergeld in das Prestigeprojekt zu pumpen. Bis die EU grünes Licht für die Beihilfe gibt, sollten die Flughafen-Eigentümer Berlin, Brandenburg und der Bund die Garantie für einen Überbrückungskredit übernehmen.

Gegen staatliche Hilfen formiert sich in der schwarz-gelben Bundesregierung aber Widerstand. Vor allem die FDP spricht sich dagegen aus, auch in der Union gibt es Vorbehalte. Der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Rainer Brüderle sagte der "Berliner Morgenpost" (Donnerstag) zu möglichen Bundeszuschüssen für das Projekt: "Es kann nicht sein, dass Berlin diese Chaos-Kosten auf den Bund abschiebt."

Der Bund ist mit 26 Prozent am Flughafen beteiligt, den Rest teilen sich Berlin und Brandenburg.

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Berlin, Finanzierung

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