06.10.2016 | Expo Real

Expertentalk: Investoren gehen für höhere Renditen an B- und C-Standorten mehr Risiko ein

Investoren, die mit Renditen von mehr als fünf Prozent rechnen, müssen künftig außerhalb der Metropolen investieren.
Bild: Andreas Hermsdorf ⁄

Die hohe Liquidität im Markt verändert die Risikoneigung der Investoren. Trotz steigender Preise gewinnen daher Investments in B- und C-Standorte sowie die Ballungszentren außerhalb der Metropolen an Attraktivität. Zu dieser Einschätzung kam der dritte Expertentalk auf der Expo Real von Engel & Völkers Investment Consulting zum Thema „Boom – und kein Ende in Sicht?“

„Grundsätzlich können in allen Märkten noch sinnvolle Investitionen in Wohnimmobilien getätigt werden. In einzelnen Top-Standorten wie München und Berlin sind die Preise jedoch in Größenordnungen vorgedrungen, die langfristig rentable Investitionen fraglich erscheinen lassen“, kommentierte Thomas Hegel, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien AG, die jüngsten Marktentwicklungen.

Einig waren sich die anwesenden Experten, dass der anhaltende Nachfragedruck die Kaufpreise weiter befeuern wird. „Bei Bieterverfahren haben wir Vervielfältiger bis zum 25-Fachen auf dem Markt erlebt“, stellte Claudia Hoyer, COO der TAG Immobilien AG, fest.

„Investoren, die mit Renditen von mehr als fünf Prozent rechnen, müssen deshalb künftig an B- oder C-Standorten investieren, wenn sie ihre Renditeziele erreichen wollen“, ergänzte Lars Bergmann, CEO der Immovation AG.

„Wenn die Objekte sorgfältig ausgewählt werden, muss das Ausweichen auf B- oder C-Standorte nicht zwingend mit einem erhöhten Risiko einhergehen“, ergänzte Kai Wolfram, Geschäftsführender Gesellschafter der Engel & Völkers Investment Consulting.

Bei den möglichen Alternativen für Investoren bewegen sich die Strategien auch hin zu Nischenprodukten wie Pflegeheimen, Studentenwohnungen oder Hotels.

Schlagworte zum Thema:  Investor, Immobilienwirtschaft, Immobilienmesse, Expo Real

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