Expo Real: Das passiert hinter den Kulissen der Messe

Tausende Besucher und Aussteller, tausende Quadratmeter Fläche: Das sind die Hard Facts der Expo Real. Claudia Boymanns ist als Projektleiterin für die Messe verantwortlich. Wir haben sie gefragt, was sich hinter den Kulissen abspielt, was dieses Jahr neu ist und was beinahe schief gegangen wäre.

Die „Expo Real“ – das waren im vergangenen Jahr mehr als 45.000 Besucher und rund 2.000 Aussteller, die sich auf 64.000 Quadratmetern getummelt haben. So eine Veranstaltung plant man nicht über Nacht. Wann gehen die Planungen los und wie lange dauert es, bis so eine Messe „in trockenen Tüchern“ ist?

Claudia Boymanns: Um ein Zitat aus der Welt des Fußballs aufzugreifen: „Nach der Messe ist vor der Messe!“ Wenn die aktuelle Messe vorüber ist, beginnen wir sofort mit der Planung für die nächste. Wir evaluieren die Rückmeldungen von Kunden und aus den Abteilungen, die die Expo Real mitorganisieren und überlegen, wo Anpassungen im Prozess sinnvoll sind, welche Themen wir aufgreifen und weiterentwickeln sollten. Dazu sind wir laufend im engen Austausch mit unseren Kunden und Partnern aus der Immobilienwirtschaft. Wirklich in „trockenen Tüchern“ ist die Messe im Grunde erst am Nachmittag des letzten Messetages, wenn die Tore wieder schließen. Denn organisatorische Fragen reißen bis zum Schluss nicht ab.

Expo Real wächst auf sieben Hallen

Was ist in diesem Jahr neu an der Expo Real?

Wir öffnen eine weitere Halle und wachsen damit auf sieben Hallen an. Hintergrund ist die starke Flächennachfrage von bestehenden und neuen Ausstellern, außerdem können wir so dem Bedarf nach mehr Raum für das Thema digitale Innovation gerecht werden. Passend dazu haben wir die neue Halle A3 „NOVA3“ getauft und führen hier 75 Startups, weitere Technologie-Unternehmen sowie innovationsaffine etablierte Immobilienfirmen zusammen. Im Real Estate Innovation Forum wird ein vielfältiges Konferenzprogramm angeboten, auch das neue NOVA3 Forum und die Tech-Talk-Zone bieten eine Bühne für innovative Ideen. Wichtig ist uns dabei, dass auch bei den innovativen und Technologie-Themen die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft abgebildet ist.

Hand aufs Herz, bei so einer großen Veranstaltung läuft auch mal etwas nicht nach Plan. Was ist mal beinahe "in die Hose gegangen", worüber Sie heute lachen können?

Wer Events organisiert, weiß, dass im Grunde ständig etwas nicht nach Plan läuft, es ist ein permanentes Anpassen im laufenden Galopp. Das muss man lieben und sich darauf einlassen. Nach 20 Jahren Expo Real bin ich da gut im Training und wenig schreckhaft.

Und ein besonders schöner Moment?

Diesen einen besonderen Moment kann ich gar nicht festmachen. Es ist jedes Jahr wieder ein schönes Erlebnis, wenn dann endlich die Tore öffnen und die Messe losgeht. Wenn ich sehe, dass neue Formate wie die Grand Plaza oder das Real Estate Innovation Forum funktionieren, wenn ich die gut besuchten Messestände der Aussteller sehe und wenn ich viele bekannte und neue Menschen treffe, das gesamte Netzwerk sozusagen „live geschaltet“ ist.  

Für die Besucher bedeutet die Expo Real drei Tage volles Programm – vorbei ist die Messe am Mittwochnachmittag aber noch nicht. Was ist das Erste, das Sie nach Abreise der Besucher tun? Und wie viel Zeit benötigt man eigentlich für den Auf- und Abbau einer solchen Veranstaltung?

Für den Aufbau benötigen wir zwischen fünf und acht Tagen, je nach Intensität des Messestandbaus. Der Abbau geht dann verhältnismäßig schnell, nach zwei Tagen ist den Messehallen nicht mehr anzusehen, dass hier merh als 2.000 Aussteller ihre Stände aufgebaut hatten und auch wir als Organisatoren zahlreiche temporäre Einbauten wie Foren, Gastronomie oder Besucherlounges vorgenommen haben. Am späten Mittwochnachmittag kommt das gesamte Expo-Real-Team zusammen, das ja nicht nur aus der Projektleitung besteht, sondern auch aus den Kollegen der Querschnittsabteilungen wie Verkehr und Sicherheit, Technischer Aussteller-Service, Registrierung, Kommunikation, Protokoll, IT und Auslandsvertrieb. Wir lassen die Messe als Team gemeinsam Revue passieren und mit einer kleinen Feier ausklingen.


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