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Expo Real 2021: Interview mit Messe-Chef Klaus Dittrich

Wie kommt die Expo Real nach der Corona-Zwangspause zurück? Ein Interview mit Messe-Chef Klaus Dittrich.

Herr Dittrich, nachdem die Hybridmesse 2020 abgesagt wurde, soll nun erstmals wieder ein Treffen der Branche möglich sein. Was ist geplant?

Die Expo Real setzt in bewegter Zeit ein Zeichen für den Aufbruch: Es geht wieder los, endlich kommt die Immobilienbranche wieder von Angesicht zu Angesicht in München zusammen. Wir spüren bei unseren Kunden einen riesengroßen Bedarf an persönlicher Begegnung. Mit einem ausgefeilten Schutz- und Hygienekonzept sorgen wir in den fünf Hallen für ein sicheres Messeerlebnis. Dazu kommen digitale Elemente: Teile des Konferenzprogramms werden live gestreamt, auch Aussteller können Geschäftspartner zu Fachbeiträgen, Seminaren oder Presse-Events online dazuschalten und Inhalte zum Abruf bereitstellen. Auch ein digitales Matchmaking verbindet die Teilnehmer miteinander.

Wie sieht es in diesem Jahr mit den Aussteller-Anmeldungen aus?

Es haben bereits mehr als 800 Unternehmen ihre Teilnahme bestätigt. Die Zahl der Anmeldungen wird sich noch erhöhen, weil nun die Hauptaussteller auf den zahlreichen Gemeinschaftsständen weitere Mitaussteller melden. Es sind viele wohlbekannte Expo-Real-Kunden dabei. Die Unternehmen Zech und Goldbeck haben sich sogar entschieden, ihre Standfläche in diesem Jahr zu vergrößern, andere wie TREI Real Estate und ZAR Real Estate Holding nehmen zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand teil. Startups suchen ebenfalls den Zugang zum Markt: In der Tech Alley sind die geplanten Kapazitäten von 30 Teilnehmern bereits nahezu ausgebucht. Zahlreiche deutsche Städte, Länder und Regionen sind wieder mit Gemeinschaftsständen vertreten – dazu zählen Österreich mit "Austria" und "Europa Mitte", dazu der "Swiss Circle", "Holland Property Plaza" und "Holland Metropole" sowie Stände aus Barcelona, Lodz, Moskau und Prag.

Wo werden dieses Jahr die Themenschwerpunkte liegen, gibt es Sonderveranstaltungen?

Zentrale Themen im Konferenzprogramm werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der Klimaschutz sein. Zudem werden Gesundheits- und Pflege-, Hotel- und Logistikimmobilien besonders in den Blick genommen – und auch Startups und digitale Innovation erhalten wieder ein eigenes Forum. Am dritten Messetag bringt der CareerDay, wie schon in den Jahren zuvor, Unternehmen mit Nachwuchskräften zusammen.

Welche Rolle spielen Messen zur Konjunkturerholung?

Ganz sicher eine entscheidende Rolle. Messen fördern generell den Wirtschaftserfolg durch Vernetzung, hier kommen bekannte und neue Geschäftspartner aus aller Welt zusammen, hier fließen Information und Know-how – all das ist essenziell, um unternehmerische Herausforderungen zu meistern.  

Was planen Sie 2022? Inwiefern wird die Expo Real nach den herben finanziellen Einbußen der Vorjahre ein "anderes Gesicht" bekommen (müssen)?

Die Expo Real war schon immer sehr agil und hat jedes Jahr wieder mit innovativen Formaten auf den Markt und den Bedarf der Kunden reagiert. Jetzt ist unser Fokus erst einmal ganz auf den Oktober gerichtet. Wir freuen uns unglaublich, dass es jetzt wieder losgeht und wir Messe machen können. Und wir tun alles dafür, dass es ein sicheres und persönliches Erlebnis für uns alle wird.


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