Expo Real 2020: Interview mit Messe-Chef Klaus Dittrich

Die Expo Real ist in diesem Jahr die einzige große Immobilienmesse mit einem – wenn auch stark verkleinerten – Präsenzteil. Im Interview erläutert Klaus Dittrich, warum man sich genau für diese Veranstaltungsform entschieden hat, wie sie bislang bei Ausstellern ankommt – und was passiert, wenn die Pandemie wieder aufflammt.

Herr Dittrich, wie steht es im Jahre 2020 um die Expo Real?

Klaus Dittrich: Wir bieten der Immobilienbranche auch in dieser schwierigen Phase eine hochwertige Kommunikations- und Netzwerkplattform. Der neue „Expo Real Hybrid Summit“ am 14. und 15. Oktober basiert auf drei Säulen: erstens, auf Konferenzen, an denen man vor Ort in München oder via Livestream teilnehmen kann; zweitens, einer begleitenden Ausstellung, und drittens, Flächen für Sonderthemen wie die Startup-Plattform „Expo Real Innovation“. Der hybride Ansatz ermöglicht die Teilnahme von zirka 3.700 Besuchern vor Ort. All diejenigen, die nicht reisen dürfen oder möchten, können die aktuellen Themen der Branche online mitdiskutieren.

Wie ist die Resonanz der Aussteller?

Der derzeitige Anmelde stand spiegelt die aktuelle Covid-19-Lage der einzelnen Länder wider: Während aus Deutschland bereits Städte wie Hamburg, Berlin und Düsseldorf ihre Teilnahme bestätigt haben, fehlen in diesem Jahr Aussteller aus Großbritannien, Frankreich und den USA. Vertreten sind darüber hinaus unter anderem Österreich mit einem Gemeinschaftsstand sowie IVD, Union Investment, die BayernLB sowie die Deutsche Pfandbriefbank in München. Wir sind sehr optimistisch, dass am Ende alle der rund 80 Ausstellungsflächen belegt sein werden.

„Expo-Real-Besuch ist nicht riskanter als der Besuch eines Einkaufszentrums“

Scheuen nicht viele die Teilnahme wegen Haftung, Mitarbeiterschutz oder finanzieller Risiken?

Zweifellos stellt die aktuelle Situation für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Ich verstehe jedes Unternehmen, das seinen Messeauftritt unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sorgfältig prüft. Von unserer Seite haben wir ein umfangreiches Hygiene- und Schutzkonzept entwickelt, um die Sicherheit von Ausstellern und Besuchern gewährleisten zu können. Dies wurde von den Behörden genehmigt. Der Besuch des Expo Real Hybrid Summit ist mit Sicherheit nicht riskanter als der Besuch eines Einkaufszentrums.

Was macht Ihr Hygiene- und Schutzkonzept aus?

Im Wesentlichen geht es um drei Themen: Abstandswahrung, Hygiene und Nachverfolgbarkeit der Teilnehmer. Detailliert kann es unter www. exporeal.net eingesehen werden.

Wie sind die Bühnenpanels konzipiert?

Moderatoren und die meisten Gäste werden vor Ort auf der Bühne unter Einhaltung des Schutzkonzeptes diskutieren. Internationale Sprecher, die nicht reisen können, werden zugeschaltet.

Und als Online-Besucher gelangt man wie auf die Messestände?

Mit einem Digitalpass: Dieser ermöglicht den Zutritt zu einem virtuellen Präsentationsraum mit verschiedenen Angeboten. Dort stehen der digitale Konferenzbereich und Livestreams der Foren zur Verfügung. Außerdem wird es virtuelle Aussteller-Präsentationen geben, die Kontakte über gängige Videoplattformen anbieten. Über die Expo-Real-App können alle – Digitalpassbesitzer und Vor-Ort-Besucher – untereinander Kontakt aufnehmen.

Virtueller Notausgang bei erneutem Aufflammen von Corona

Könnten Sie bei einem erneuten Corona-Ausbruch alles in die digitale Welt heben?

Wir hoffen ganz stark, dass der Summit wie geplant im Oktober hybrid stattfinden kann. Sollte sich die Situation bis zu diesem Zeitpunkt aber wieder verschlechtern, haben wir Vorbereitungen getroffen, die auch eine vollständige Verlagerung in die digitale Welt erlauben. Wir haben damit bereits bei den ISPO Re.Start Days und dem IFAT impact im Juli positive Erfahrungen gesammelt.

Das Gespräch führte Beatrix Boutonnet, Wirtschaftsjournalistin.

Direkt-Links für Ihre Messe-Vorbereitung:

Der Hallenplan

Das Konferenzprogramm

Die Expo Real App

Infos für Teilnehmer vor Ort und digital

Schlagworte zum Thema:  Expo Real