04.10.2016 | Expo Real 2016

Aussteller: „Grenzübergreifende“ Gemeinschaftsstände

Auch die Aussteller anderer Länder greifen gern auf die Möglichkeit von Gemeinschaftsständen zurück.
Bild: Haufe Online Redaktion

1.764 Aussteller haben sich zur Expo Real in diesem Jahr angemeldet. Neben den thematischen „Hotspots“ gibt es aber auch eindeutig geografische Schwerpunkte.

Um zunächst „im Lande“ zu bleiben: Die großen Städte und Regionen Deutschlands haben inzwischen „angestammte“ Plätze: München in Halle A1 und in Halle A2 Sachsen und Sachsen-Anhalt mit den Städten Dresden und Leipzig sowie Magdeburg. Düsseldorf steht wie immer in Halle B1 gleich am Eingang, während die „Metropolregion Ruhr“ sich über die hintere Halle erstreckt. Aber auch Stuttgart und Baden-Württemberg sind hier angesiedelt. In Halle B2 sind die Stände von Berlin und Brandenburg sowie die Präsenz von Hamburg kaum zu übersehen, aber hier finden sich auch Mecklenburg-Vorpommern (B2.141) sowie Köln/Bonn ((B2.440) und der benachbarte Rheinisch-Bergische Kreis (B2.341). In der Halle C1 bilden Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet einen Schwerpunkt, der durch Thüringen (C1.124) ergänzt wird.

Deutschland - Die großen Städte und Regionen Deutschlands haben inzwischen „angestammte“ Plätze.
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Spannend sind auch immer wieder „grenzübergreifende“ Gemeinschaftsstände wie Aachen, das sich zusammen mit den beiden niederländischen Mitausstellern, der Gemeinde Vaals und der Parkstadt Limburg, präsentiert (B1. 311). Aachen und die Parkstadt Limburg, eine Agglomeration ehemaliger Bergbaugemeinden im Südwesten der niederländischen Provinz Limburg, bilden zusammen den Zweckverband der Euregio Maas-Rhein. Wenn es ein sichtbares Beispiel dafür gibt, dass Europa zusammenwächst, dann sind es solche grenzüberschreitenden Initiativen.

Gemeinsam sind sie stark

Die gro­ßen Gemeinschaftsstände der Städte und Regionen versammeln nicht nur Vertreter der öffentlichen Hand, sondern vor allem auch Unternehmen, die an diesen Standorten angesiedelt oder dort besonders aktiv sind. Das hat nicht nur finanzielle Gründe, sondern birgt für den einzelnen Mitaussteller auch eine Reihe von Vorteilen. Gemeinschaftsstände sind meist größer, fallen also auch eher auf. Zudem ergeben sich häufig Synergien – wer ein Unternehmen besucht, zeigt sich unter Umständen auch an einem weiteren interessiert. Und – so banal das klingen mag – man erspart sich einen Teil der Vorbereitungen, beispielsweise einen eigenen Standbau.

Im Ausland

Insofern greifen vor allem die Aussteller anderer Länder gern auf die Möglichkeit von Gemeinschaftsständen zurück. Für Rumänien (A1.234) und Bulgarien (A1.012) hat die jeweilige deutsche AHK des Landes den gemeinsamen Auftritt von Kommunen und Unternehmen organisiert. „Alte Bekannte“, weil schon seit Jahren dabei, sind die Gemeinschaftsstände Finnland (B1.320), Luxemburg (A1.330), die Niederlande (A2.230 und A2.320), die beiden großen österreichischen Stände in Halle A1.110 und Halle B2.110 und die Schweiz, die in der Halle C2.320 zwar etwas abseits des größten Rummels, mit diesem Standort aber recht zufrieden ist.
Frankreich ist dieses Jahr auch wieder dabei, wobei sich auf dem French Pavilion (C2.214) vor allem Paris und das unmittelbare Umland der französischen Hauptstadt präsentieren. Lyon (A2.330), das in den vergangenen Jahren eine Standgemeinschaft mit Göteborg und Manchester gebildet hatte, ist wieder zum „Solisten“ geworden.

Portugal (B1.032) ist seit ein paar Jahren ebenso regelmäßig wie Spanien mit Barcelona (A1.432) auf der Expo Real vertreten. Und wie immer sind die USA in Halle B1 „massiert“ mit den Gemeinschaftsständen B1.510 (AFIRE), B1.300 und 301 (USA und Atlantic Partners), B1.231 (North America International Meeting Point mit Lennar Corporation, Taurus Investment Holdings und New York Residence) sowie dem Einzelstand von Thor Equities  (B1.516).  

Neu hingegen sind dieses Jahr der UK Pavilion (A2.313) und der Italian Pavilion  (B1.430). Ebenfalls nach Längerem wieder auf der Messe in München vertreten ist Stockholm (B1.100). Ungarn ist nicht nur auf die Karte internationaler Investoren zurückgekehrt, sondern auch auf die Expo Real. In Halle A2.331 hat die Stadt Budapest einen großen Gemeinschaftsstand mit fast 20 Mitausstellern, darunter auch große international bekannte Projektentwickler wie HB Reavis Hungary, Wing und Futureal.
„Einzelspieler“ sind dagegen auch die Aussteller Polens und der Tschechischen Republik, befinden sich aber gemeinsam in Halle A2: Es sind vornehmlich polnische Städte und Regionen, die sich hier präsentieren – Stettin (A2.020), Lodz (A2.022), die Region Wielkopolska mit Posen (A2.024), die Kujawsko-Pomorskie-Region mit Torun (A2.030), Krakau (A2.120), Gdingen (A2.132) und als Gemeinschaftsstand  Warschau (A2.121) mit HB Reavis Polska, Bank Zachodny WBK, Orange Polska – Real Estate, BBI Development, Mayland Real Estate und cmT. In unmittelbarer Nähe angesiedelt sind auch Skanska Commercial Development (A2.222) und Echo Investment (A2.134), zwei der führenden Projektentwickler in Polen. Anders als die polnischen Aussteller verteilen sich die tschechischen Städte Prag (A2.310) und Ostrava (C1.111) sowie die Regionen Pilsen (B1.531) und Usti (B1.532) über drei Hallen.

Schlagworte zum Thema:  Expo Real, Veranstaltung, Immobilienmesse, Immobilienwirtschaft

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