22.09.2015 | Top-Thema Expo Real 2015: Messespecial

Messetrends und europäische Städte

Kapitel
Die Hansestadt Hamburg ist Gastgeber und Standbetreiber mit einem der größeren Messestände auf der Expo Real.
Bild: Lennart Preiss/ Messe München

Unter den Ländern aus aller Welt wird diesmal Afrika eine exponierte Rolle spielen. 

Wer wusste eigentlich, dass Luanda als Hauptstadt Angolas zu den teuersten Immobilienstandorten der Welt zählt. Von astronomischen Mietpreisen ist die Rede und Sumen von ca. 15.000 Dollar Monatsmiete für ein durchschnittliches Appartement, das in New York ca. 4.500 Dollar kosten würde.

Europäische und deutsche Städte auf der Expo Real

Auch wenn die Standpreise dieses Jahr erstmals nicht teurer wurden (ab 120 qm Größe sind 550 Euro pro qm wie im Vorjahr fällig), freuen sich viele Aussteller, unter das Gemeinschaftsdach von Städten und Regionen schlüpfen zu können, um so den finanziellen Aufwand überschaubar zu halten.

Zuwachs verzeichnete die Expo Real im Vorjahr aus Südeuropa, insbesondere aus Portugal. Die Stadt Lissabon wird auch 2015 wieder präsent sein, Barcelonas Vertreter hingegen sind diesmal nicht in München anzutreffen. Langjährige Aussteller wie die Stadt Moskau, die Stadt St. Petersburg und die Regionen Moskau, Leningrad und Tula sind ebenfalls erneut auf der internationalen Immobilienmesse vertreten.

Die Hansestadt Hamburg ist Gastgeber und Standbetreiber mit einem der größeren Messestände auf der Expo Real. Bislang 56 Standpartner (alle Säulen, Tische und Lounges sind verkauft, Logopartnerschaften noch möglich) stehen auf der Habenseite der Hamburger Messeplaner.

Die Hansestadt ist um rund 27.000 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen, auch durch die große Zahl von Flüchtlingen, die voraussichtlich dauerhaft bleiben werden, sagt Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. Eine Herausforderung für die dortigen Stadtentwickler. Die Chefin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen will am zweiten Messetag Präsenz zeigen. Neben der Elbphilharmonie, die im Januar 2017 eröffnet werden soll, wird auch das Thema Olympia eine Rolle spielen und zu Diskussionen über Chancen und Herausforderungen des Masterplans führen.

Auf 198 qm Messestand werde es diesmal eine Modellmeile geben, erzählt Bianca Hansen von der Messebetreuung bei der Bremer Wirtschaftsförderung. Neben einem neu entworfenen Modell zum Großprojekt Bahnhofsvorplatz soll u. a. das geplante citynahe Wohnviertel Hulsberg-Quartier, die Airportstadt als erfolgreicher Bürostandort sowie das Forschungs- und Technologiezentrum EcoMaT vorgestellt werden. Aus Bremerhaven kommt ein Modell des zentralen Quartiers Alter und Neuer Hafen, wo zukünftig auf ca. 39 ha rund um das Areal „Kaiserquartier“ in Bestlage gen Norden entlang der Wasserlinie weiterentwickelt werden soll.

Digitalisierung und kein Ende

Das Thema „MatchUp!“ findet im zweiten Jahr statt und die laut Messe-Sprecherin Kathrin Polenz fast durchweg positiven Erfahrungen ermutigten zum Ausbau mit besserem Layout und weiteren technischen Optimierungen.

Dass die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt immer schneller vorankommt und nicht vor der Immobilienwirtschaft halt macht ist keine Neuigkeit. Doch wie genau sieht die neue Arbeitswelt aus und wie verändert sich damit der Anspruch an Büroimmobilien? Das soll im Rahmen der Messeveranstaltung „Szenario 4.0: Das Büro der Zukunft ist kein Büro mehr“ auf dem Podium mit „klugen Köpfen“ und mit Unterstützung von ZDF-Nachrichtensprecherin Gundula Gause als Moderatorin diskutiert werden.

Es geht um wachsende Flexibilität im Arbeitsleben, neue Anforderungen an Büroimmobilien und auch um die Einbindung des Arbeitsplatzes in ein attraktives Umfeld unter dem Stichwort Employer Branding. Einer der Redner ist Thomas Sattelberger, der lange als der mächtigste Personalchef des Landes galt (Führungskraft bei Daimler, Lufthansa, Continental etc.) und bei der Deutschen Telekom quasi im Alleingang die erste Frauenquote in einem Dax-Konzern durchboxte und seine Führungskräfte verpflichtete, nach Feierabend keine E-Mails mehr zu beantworten.

Spezialsegmente weiter im Investorenfokus

 Ein weiterer für Deutschland typischer Trend setzt sich stabil fort, nämlich wie zuvor schon erwähnt der Blick hin zu alternativen Immobilieninvestments. Auch dies zeigt sich auf der diesjährigen Messe durch die erneut steigende Unternehmenspräsenz aus den Bereichen Hotellerie, Retail, Logistik und Gesundheitsimmobilien.

Zum weiteren Kapitel:

Auch 2015 - Viele Chancen, viel Verunsicherung, viel Anlegergeld

Die Haufe Gruppe auf der Expo Real 2015

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Schlagworte zum Thema:  Expo Real, Gewerbeimmobilienmesse, Immobilienmesse, Immobilienbranche

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