24.09.2013 | Top-Thema Expo Real 2013

Ein Marktplatz für die Immobilienbranche

Kapitel
Gemeinschaftsstände sind gefragt, beispielsweise kooperiert Hamburg mit Schleswig-Holstein.
Bild: Messe München

Seit ihrer Premiere 1998 hat sich die Münchner Messe als führende Plattform der Gewerbeimmobilien-Branche in Deutschland national und international etabliert. Zunehmend spielen aber auch Bestands- und Beteiligungshandel von Wohnimmobilien eine Rolle.

„Die Immobilienbranche ist für Deutschland besonders wichtig. Sie ist eine tragende Säule unserer Wirtschaftskraft und sorgt für Investitionen und Arbeitsplätze. Immobilien machen den weitaus größten Anteil am Anlagevermögen aus. Die Expo Real als größte Fachmesse für Immobilien Europas ist damit eine zentrale Plattform für die Wirtschaft.“ Das sagte Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, zum Messeauftakt 2012. Selbstverständlich ist der Erfolg der Expo Real nicht - wie das Scheitern der Immobilienmesse „Real Vienna“ oder der Fachmesse „Wowex“ gezeigt haben.

Messen hängen zudem stark von der Situation der Immobilien- und Finanzmärkte ab. Als sich im Jahr 2008 die Finanzkrise mit der Pleite von Lehman Brothers zuspitze, saß der Schock tief, der Kommunikationsbedarf war gewaltig. Die Expo Real legte bei den Teilnehmerzahlen um 7,7 Prozent auf 42.000 zu und musste erstmals auf sieben Hallen erweitern. Nur ein Jahr später dagegen verzeichnete die Expo Real bei den Ausstellern, der vermieteten Fläche und den Besucherzahlen einen Rückgang um rund 15 Prozent. Zahlreiche Unternehmen reduzierten aus Kostengründen die Standgröße, schlossen sich zu Gemeinschaftsständen zusammen oder blieben ganz zu Hause. Inzwischen macht sich an den Gewerbeimmobilienmärkten vieler Länder wieder vorsichtiger Optimismus breit, verzeichnet die Expo Real wieder steigende Aussteller- und Besucherzahlen. Im Vordergrund der Diskussionen stehen auch in diesem Jahr vor allem die Themen Finanzierung und Nachhaltigkeit. 

Immer mehr Gemeinschaftsstände

Nach Zahlen der Vereinten Nationen (UN) werden in Zukunft weltweit immer mehr Menschen in Städten leben. Ist heute jeder zweite Erdenbürger ein Stadtbewohner (52 Prozent), werden es 2050 bereits 67 Prozent sein. Die Probleme, die auf die Menschen zukommen - Globalisierung, Klimawandel, demografischer Wandel - werden sich in den Städten konzentrieren. Städte müssen große Herausforderungen schultern, die aber auch Chancen eröffnen, Bausünden der Vergangenheit zu korrigieren und mit neuen ganzheitlichen Strategien urbane Vielfalt zu gestalten. Dazu bedarf es einer starken regionalen, nationalen und internationalen Vernetzung und eines abgestimmten Handels aller an der Entwicklung von Städten beteiligten Personen und Institutionen. Dieser Trend zum gemeinschaftlichen Handeln spiegelt sich in der zunehmenden Zahl von Gemeinschaftsständen ganzer Regionen und ihrer Akteure. „Schleswig-Holstein und Hamburg stellen in diesem Jahr erstmals in einem Messemagazin gemeinsam vor und unterstreichen so die Bedeutung der norddeutschen Zusammenarbeit“, stellt der Hamburger Finanzsenator Peter Tschentsche fest. „Die Zusammenarbeit Hamburgs mit Schleswig-Holstein ist traditionell eng und gut. Auch wenn die Interessen nicht immer deckungsgleich sind und sein können, Energiepolitik, Verkehrs- und Landesplanung, Wissenschaftspolitik, Tourismus und viele weitere Politikfelder enden schon lange nicht mehr an den Landesgrenzen.“ Themenschwerpunkte der Metropolregion Hamburg, die mit 637 Quadratmetern auf Stand B2 430 und sechs Containern im Hof vertreten sein wird, werden neben Stadtentwicklungsprojekten wie der Internationalen Bauausstellung und der HafenCity vor allem die Schaffung neuer Wohnungen, der Sprung über die Elbe und die damit verbundene Neuinterpretation der südlichen Stadtteile und zahlreiche Projektvorstellungen der Standpartner sein.

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Schlagworte zum Thema:  Expo Real, Immobilienmesse, Gewerbeimmobilienmesse, Immobilienbranche

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