Die Godewind Immobilien AG ist bislang wenig bekannt. Die Männer dahinter um so mehr: Die ehemaligen WCM-Manager Stavros Efremidis und Ralf Struckmeyer wollen mit der neuen Gewerbeimmobiliengesellschaft am 5. April an die Frankfurter Börse gehen. Die Aktien sollen im Prime Standard notiert werden.

Mit dem Emissionserlös aus dem Börsengang will Godewind Gewerbeimmobilien kaufen. Anlagemöglichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 3,7 Milliarden Euro seien bereits identifiziert. Der Schwerpunkt soll auf Büroimmobilien (mindestens 60 Prozent) liegen, wie Godewind-CEO Stavros Efremidis ankündigte. Ralf Struckmeyer ist CFO des Unternehmens.

Beide waren bis Ende 2017 Vorstände der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG. Dort hatten nach der Übernahme durch TLG Immobilien die TLG-Vorstände Peter Finkbeiner und Niclas Karoff die Verantwortung von Efremidis und Struckmeyer übernommen.

Das Grundkapital von 15 Millionen Aktien soll durch den Börsengang auf 127,5 Millionen Aktien erhöht werden; im Upsize Szenario um weitere 25 Millionen. Der Stückpreis je Papier beträgt vier Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt im Basis Szenario 510 Millionen Euro und im Upsize Szenario 610 Millionen Euro. Efremidis, Struckmeyer und Aufsichtsratsmitglieder werden sich mit 50 Millionen Euro am Börsengang beteiligen.

Godewind erwartet, von substanziellen steuerlichen Verlustvorträgen profitieren zu können. Die Angebotsperiode beginnt am 12. März und endet voraussichtlich am 27. März. Citi und JP Morgan agieren als Joint Global Coordinators und zusammen mit Berenberg und Société Générale Corporate & Investment Banking als Joint Bookrunners.

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