Die Augsburger Immobiliengesellschaft Patrizia hat das operative Ergebnis im ersten Quartal 2018 deutlich auf 42,7 Millionen Euro gesteigert, nach 9,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dazu beigetragen haben nach Angaben des Wohnungsunternehmens maßgeblich das europäische Investment-Management-Geschäft und die Übernahme der IVG-Fondstochter Triuva. Der Gewinn fällt mit 33 Millionen Euro mehr als fünfmal so hoch aus wie im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Aktien hatte nach Bekanntgabe des Ergebnisses am 17. Mai deutlich um bis zu 8,7 Prozent auf 18,54 Euro zugelegt und waren damit Spitzenreiter im SDax.

Treiber waren laut Patrizia auch die Verwaltungsgebühren, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 63 Prozent zulegten, die leistungsabhängigen Gebühren und die Einnahmen aus eigenen Investments und Co-Investments. Das verwaltete Immobilienvermögen stieg nach Unternehmensangaben auf 39,1 Milliarden Euro gegenüber einem Pro-forma-Wert von 38,7 Milliarden Euro Ende 2017.

Die Ergebnisse enthalten erstmals den Ergebnisbeitrag des Investmentmanagers Triuva, der im November 2017 übernommen wurde. Die jüngste Akquisition von Rockspring wird erst ab dem zweiten Quartal 2018 ergebniswirksam. Aufgrund des Abschlusses der Transaktion zum Ende des ersten Quartals 2018, ist das verwaltete Immobilienvermögen von Rockspring bereits in der Berichterstattung enthalten: Die Assets under Management sind demnach um 75 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro gestiegen, 14,4 Milliarden Euro entfallen auf ausländische Immobilien. Auch die Integration von Sparinvest Property Investors (heute Patrizia Multi Managers) laufe gut, heißt es in der Mitteilung.

Das Eigenkapital wurde seit Jahresbeginn um etwa 300 Millionen Euro erhöht. Zusammen mit dem Periodenüberschuss von 33 Millionen Euro betrug das Eigenkapital damit zum 31.3.2018 rund 1,1 Milliarden Euro. Die Jahresprognose für das operative Ergebnis von 85 bis 100 Millionen Euro hat Patrizia noch einmal bestätigt und prognostiziert Gebühreneinnahmen von bis zu 302,5 Millionen Euro. Das Transaktionsvolumen werde 4,5 bis 6,5 Milliarden Euro erreichen.

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