| Gebäudesanierung

Entscheidung über steuerliche Förderung erneut verschoben

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat am 21.11.2012 nicht abschließend darüber verhandeln, ob die energetische Gebäudesanierung künftig steuerlich gefördert wird. Die Entscheidung soll im Dezember fallen.

Als Grund für die Vertagung wird angeben, der Bund wolle das Thema der sogenannten Entflechtungsmittel in die Verhandlungen miteinbeziehen: Also Zahlungen des Bundes an die Länder für den sozialen Wohnungsbau, den Hochschulbau und die kommunale Infrastruktur.

Der Gesetzesentwurf liegt seit 16 Monaten auf Eis. Das seit Monaten währende politische Machtspiel zwischen Bundesregierung und den Ländern habe mittlerweile zu einem regelrechten Sanierungsstau geführt, sagt Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum. Die energetische Sanierung des deutschen Immobilienbestands sei eine häufige Forderung seitens Politik und Umweltschützern, um die CO2-Emmissionen zu senken. Dass die deutschen Eigenheimbesitzer diese Auflagen finanziell keinesfalls alleine stemmen können, sei auch bekannt.

"Die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Sanierungsmaßnahmen wäre also hilfreich", so Rauch. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel will die energetische Gebäudesanierung in Deutschland vorantreiben. Sie werde bei den Haushaltsberatungen im Bundestag noch einmal die Länder dazu aufrufen, das Gesetz zur Gebäudesanierung endlich zu verabschieden, sagte sie in der vergangenen Woche.

Die Koalition will die Sanierung von Häusern mit Steuervergünstigungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro fördern. Bund und Länder streiten aber über die Kostenverteilung. Der Bundestag will in der kommenden Woche den Bundeshaushalt für 2013 verabschieden.

Schlagworte zum Thema:  Gebäudesanierung, Förderung, Steuern

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