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Energiewende lässt Mieten weiter steigen

In Ballungszentren wie Frankfurt ist der Effekt der Landflucht besonders groß
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Vorschriften zur Energieeinsparung treiben nach Angaben der Wohnungswirtschaft die Mieten erheblich nach oben. Schuld seien auch die verschärften Anforderungen bei Modernisierungen, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Wohnungswirtschaft (VdW) Südwest, Rudolf Ridinger.

"Die Anforderungen kommen von der Europäischen Union, vom Bund und den Ländern, und sie müssen heruntergeschraubt werden oder dürfen zumindest nicht mehr jedes Jahr steigen", so Ridinger. Bereits heute lohne sich die Sanierung von Wohnungen in strukturschwachen Regionen nicht mehr.

Vor allem in Ballungszentren werde günstiger Wohnraum zur Mangelware. Der Bedarf an Sozialwohnungen sei schon jetzt drei Mal höher als das Angebot, vor allem in den Städten, sagte Ridinger. Ursache sei jedoch auch die zunehmende Landflucht.

"Wir müssen aufgrund des demografischen Wandels davon ausgehen, dass der jetzige Trend in Richtung Stadt dauerhaft sein wird", so der VdW-Vorsitzende weiter. Er rief die Politik auf, sich gegen die Landflucht zu stemmen: "Dass gerade jetzt bei der Förderung der Stadt- und Dorfentwicklung gespart wird, ist fatal."

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