Die deutsche Unternehmensgruppe Minol-Zenner erschließt sich neue Absatzmärkte für die Internet of Things-Vernetzung von Gebäuden: Der Mess- und Abrechnungsdienstleister übernimmt das dänische Unternehmen Brunata International. Das Kerngeschäft von Minol, die Heizkostenabrechnung, war aus der im Jahr 1952 gegründeten Brunata Wärmemesser Werner Lehmann GmbH & Co. in Stuttgart als Lizenznehmerin der dänischen Brunata hervorgegangen.

"Mit der Übernahme von Brunata International durch die Minol-Zenner-Gruppe kommt wieder zusammen, was zusammen gehört", sagt Brunata-Vorstandschefin Eva Fischer. Die Minol-Brunata-Zenner-Gruppe ist durch den Zusammenschluss nach Angaben des Unternehmens europa- und weltweit der drittgrößte Anbieter von Submetering-Lösungen.

Mit der Übernahme nimmt die Gruppe auch auf dem skandinavischen Markt eine führende Position ein. Minol-Zenner beschäftigt derzeit weltweit 3.200 Mitarbeiter und hat 2017 einen Umsatz von rund 322 Millionen Euro erwirtschaftet. Brunata International bringt weitere 300 Mitarbeiter europaweit und einen Umsatz von 40 Millionen Euro ein. Die Mitarbeiter der Brunata und die Geschäftsführung sollen übernommen werden. Das Unternehmen firmiert auch künftig unter dem gleichen Namen.

Digitalisierung der Immobilien- und Versorgungswirtschaft

Die Übernahme steht im Zeichen zweier Strategien, die Minol-Zenner seit einigen Jahren verfolgt: Digitalisierung und Wachstum – sowohl organisch als auch durch Beteiligungen, Neugründungen und Übernahmen.

Als Teil der Digitalisierungsoffensive hat Minol zuletzt Anteile an mehreren Unternehmen mit Internet of Things (IoT)- und Software-Fokus übernommen. Seit 2017 ist sie am Schweizer IoT-Lösungsanbieter TrackNet beteiligt sowie an SmartMakers in Karlsruhe. Im gleichen Jahr wurden die Zenner IoT Solutions in Hamburg und die Zenner Connect AG in der Schweiz gegründet. Zenner hat außerdem die Mehrheit am Mannheimer IT-Spezialisten Hessware und den Geschäftsbereich Energie des italienischen Spezialisten für smarte Gaszähler Alfa Centauri übernommen. Seit 2018 hält Minol Anteile an der Sykosch AG.

Das könnte Sie auch interessieren:

Smart Metern: Pflicht und Kür

Messtechnik: Neue Wertschöpfungs-Wege für Verwalter und Vermieter

Top-Thema Ablesetechnik: Verdienstmöglichkeiten für Verwalter

ZIA-Bericht: Immobilienbranche legt an Innovationskraft zu