Auf der diesjährigen Mipim in Cannes sind zahlreiche deutsche Städte mit Ausstellungsflächen vertreten. Erstmalig ist diesmal auch Leipzig dabei.

Burkhard Jung, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, ist in Cannes erstmalig mit deutlicher Präsenz dabei. Nachdem er als Gast mit zahlreichen guten Gesprächen und Kontakten im Gepäck 2017 schon „angefixt“ war teilzunehmen, zeigt sich nun erstmals ein spannender Immobilienkandidat mit Gewicht aus den neuen Ländern an der Croisette. Leipzig hat eine 40 Quadratmeter große Sektion im German Pavilion. Dieser dient als „Einstiegshilfe” für Städte und Wirtschaftsförderungen. Trotz Nachfrageanstiegs vor allem nach Logistikflächen seien an zahlreichen Standorten in der Region Bau- und Hallenflächen mit optimalem Zuschnitt – vergleichsweise preiswert – verfügbar.

Hamburg „spielt“ das Thema F&I-Parks

Die Hansestadt zählt zu den verlässlichen Mipim-Partnern. Bausenatorin Dorothea Stapelfeldt hat die Mitte Altona, Oberbillwerder und Wilhelmsburg in den Mittelpunkt ihrer Präsentation gestellt, die Entwicklung auf dem Grasbrook ist Thema der HafenCity. Das Thema Forschungs- und Innovations-Parks zieht sich ebenfalls durch die Mipim. Einen Grund zum Feiern gibt es bei den Hanseaten im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft: Marseille und Hamburg feiern 60 Jahre Verschwisterung. „Das soll natürlich entsprechend stilvoll sichtbar werden“, so Andreas Köpke, Bereichsleitung Marketing bei Hamburg Invest.

Berlin: Aktuelle „Zukunftsorte“ und neue Wohnungsbauvorhaben

Die Standfläche des Gemeinschaftsstandes Berlin (P4.C10) befindet sich in der vierten Etage des Palais des Festivals und bietet mit ihrer attraktiven Terrasse mit Blick auf den alten Hafen von Cannes und die Croisette ein Ambiente von hoher Aufenthaltsqualität für Geschäftsgespräche mit internationalen Entscheidern. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat erneut die Schirmherrschaft übernommen und informiert gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und weiteren Unternehmen, die sich in Berlin engagieren, vor Ort über die aktuellen „Zukunftsorte“ und neue Wohnungsbauvorhaben.

Finanzplatz Frankfurt gehört zu den Gewinnern

Der Finanzplatz Frankfurt hat von der Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, spürbar Vorteile. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH organisiert im Auftrag der Stadt seit mehr als zwei Jahrzehnten den Messeauftritt der Metropol­­region. Analog zu 2017 präsentiert sich Frankfurt mit seinen 25 Standpartnern als „innovativ und vital“. Neben Strabag und Drees & Sommer ist auch die Commerz Real aus Wiesbaden anzutreffen.  Mit drei Vorständen plus Pressesprecher Gerd Johannsen tritt die Commerz Real wie in den Vorjahren am Frankfurt-Stand auf den Plan. „Wir sondieren derzeit die Märkte USA, Australien, Holland sowie die mittel- und osteuropäischen Länder Polen, Tschechien und Österreich.“

Metropolregion Rhein-Neckar mit Konversionsflächen

Die Rhein-Neckar-Region ist zum dritten Mal auf der Mipim vertreten. Partner ist wie auch in den vergangenen Jahren die Stadt Mannheim, neu hinzugekommen ist Axxus Capital. Ziel ist es, Transparenz für potenzielle Investoren über den Standort Rhein-Neckar zu schaffen und seine Wahrnehmung international zu verbessern, meint Sabine Kapp vom Standortmarketing. In den kommenden Jahren werden allein in Mannheim über 500 Hektar Konversionsflächen frei für neue Nutzungen. In Heidelberg entsteht auf 110 Hektar Fläche die größte Passivhaussiedlung der Welt.

Partnerschaften an Städteständen

Kein eigener Stand, aber Partnerschaften auf vielen Städteständen ist das Strabag-Prinzip, Sparte Real Estate (SRE) – am Berlin-Stand soll mit dem Projekt „Upper West“ Hochhauskompetenz demonstriert werden. Das Hybridhochhaus (Hotel, Büro, Retail und Restaurant mit Skybar gegenüber der Berliner Gedächtniskirche), wenige Monate nach Fertigstellung fast vollständig vermietet, schaffte es nicht auf die finale Award-Liste in der Rubrik Best Office and Business Development. Dort sind Objekte aus UK, Italien, Peru und China nominiert. Dafür ist der Puhlmannhof in Berlin vom Projektentwickler Hamburg Team in der Kategorie Best Urban Regeneration Project nominiert.
Berliner Standpartner sind ab 20.000 Euro dabei, je nach Ausstattung kann noch mal der gleiche Betrag hinzukommen. Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, wird erwartet, ein modernisierter Stand soll den diesjährigen Auftritt aufwerten.

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