Bei der heute beginnenden Mipim in Cannes erwarten die Veranstalter mehr als 5.000 internationale Investoren und Vertreter von Kreditinstituten, darunter fünf der weltweit sechs größten Staatsfonds. Erstmals sind auch Teilnehmer aus Kenia, Senegal, Marokko und Südafrika dabei. Die Messe dauert bis Freitag.

Mit 240 Firmen machten die deutschen Aussteller bereits im Vorjahr rund neun Prozent der gesam­ten Ausstellerfläche aus, auch in diesem Jahr wird diese steigende Tendenz anhalten.

„Das wird eine Mipim der Städte, es gilt, Werte zu heben.“ Thomas Beyerle, Geschäftsführer bei der schwedischen Catella Property Valuation GmbH

Als Spezialist für Immobilienanlagen, Fondsmanagement und Bankgeschäfte will die Catella Property Valuation GmbH mit über 100 Mitarbeitern in Cannes vertreten sein. Barcelona, London, Amsterdam, Venedig sind nur einige Standorte, die auf Thomas Beyerles Gesprächsliste weit oben stehen. Viele Fragen werden es nach seinen Worten in die Fachrunden schaffen, unter anderem die nach dem Bedarf neuer Büroflächen bei zunehmender Digitalisierung.

Neuer Mipim-Direktor

Ronan Vaspart, neuer Mipim-Direktor, hat eine Immobilienaffinität und war unter anderem bei der Hotelkette Accor beschäftigt. Der Satz „Qualität geht vor Quantität“ ist und bleibt das erklärte Motto der diesjährigen Messe. Das heißt, dass bei 24.000 bis 26.000 Gästen die Kapazitätsgrenzen mehr als erreicht sind, schon aus logistischen Gründen die Mipim bei deutlich mehr Teilnehmern – der Rekord lag bei etwa 29.000 – mehr zum Stressfaktor wird. Wertschöpfung wird unter anderem durch ein ständig erweitertes Portfolio an globalen Immobilienmessen vom Veranstalter Reed Midem generiert.

1.000 Länder, 500 Städte, 5.000 Investoren, 3.800 Entwickler waren es in Cannes 2017, und bei diesen beeindruckenden Zahlen wird sich die diesjährige Messe in etwa wieder einpendeln. Umzüge von Standpartnern von A nach B, Themen, die neu sind oder intensiviert werden, Afrikas Immobilienwirtschaft, die erstmals auf der Mipim prominent erforscht werden kann, und Trends, die bestätigt oder hinterfragt werden können, bestimmen die Szenerie.

Kein Gastgeberland

Bei der Mipim 2018 gibt es kein Gastgeberland. „Gäbe es eins, wäre das aus meiner Sicht Afrika“, so Messechef Vaspart. Am afrikanischen Pavillon werden Kenia, Senegal, Marokko und Südafrika teilnehmen. Über die Hälfte des weltweiten Bevölkerungswachstums bis 2050 wird in Afrika stattfinden. Darüber, wie Anleger Ausmaß und Art der Immobiliennachfrage auf einem so vielfältigen Kontinent vorhersehen, soll diskutiert werden.

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