Die Deutsche Wohnen hat die Getec Media GmbH und ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften von der Getec Group übernommen. Über die Plattform sollen künftig infrastrukturelle und technologische Transformationsprozesse des Wohnungsunternehmens mitgestaltet werden. Mit "MiA – Meine intelligente Assistenz" haben die beiden Unternehmen erst kürzlich ein Projekt mit intelligenter Gebäudesteuerung begonnen.

Mit der Übernahme der Getec Media Gruppe erweitere man wesentlich die eigenen Kompetenzen, "um die vielfältigen Potenziale der Digitalisierung für die Immobilienwirtschaft noch stärker für unsere Unternehmensgruppe zu nutzen", sagt Holger Rentel, Director der Deutsche Wohnen.

Digitalisierung im Immobilienbereich gemeinsam voran bringen

Getec und die Deutsche Wohnen arbeiten seit Jahren zusammen. Das Gemeinschaftsunternehmen G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH wurde 2013 gegründet und beliefert inzwischen bundesweit mehr als 75 Prozent des zentral versorgten Portfolios der Deutsche Wohnen mit Energieträgern.

"Nun gehen wir gemeinsam einen Schritt weiter und bringen die Digitalisierung im Immobilienbereich voran", so Thomas Wagner, CEO der Getec Group.

Die Getec Media GmbH wurde 2014 aus dem Magdeburger Energiedienstleister Getec heraus gegründet. Das Telekommunikationsunternehmen konzipiert zudem Produktlösungen im Bereich intelligente Gebäudevernetzung. Die 25 Mitarbeiter sollen auch nach der Integration in die Deutsche Wohnen für das Unternehmen tätig bleiben.

Kooperation im Bereich Intelligent Building

Seit diesem Jahr arbeiten die Deutsche Wohnen und Getec im Bereich Intelligent Building zusammen. So wurde der Feldversuch mit dem Smart Home-System MiA – Meine intelligente Assistenz gestartet: 3.000 Berliner Haushalte aus dem Bestand der Deutsche Wohnen werden ihre Heizung demnächst mit einem Tablet nach individuellem Bedarf steuern. Perspektivisch lässt sich das Smart Home System um weitere Anwendungen erweitern, wie etwa Lichtsteuerung oder Sprachsteuerungsgeräte.

Die Deutsche Wohnen investiert nicht zum ersten Mal in Startups. So wurde im vergangenen Jahr ein Kooperationsvertrag mit dem Anbieter des schlüssellosen Zugangssystems Kiwi geschlossen und eine Minderheitsbeteiligung erworben. Im Zuge der Kooperation werden seit 2017 sukzessive alle Hauseingangstüren im Bestand der Deutsche Wohnen mit Kiwi ausgestattet.

Weitere Investment in Startups geplant

Darüber hinaus hat die Deutsche Wohnen vor kurzem ihr Investment in das auf die Digitalisierung von Grundrissen spezialisierte PropTech VRnow bekanntgegeben. Erstes gemeinsames Ziel: Alle Grundrisse im Bestand der Deutsche Wohnen digitalisieren. Darüber hinaus geht die gemeinsame Arbeit bereits von Wohnungs- zu Gebäudegrundrissen über.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen außerdem in Kooperation mit der Hochschule Anhalt das Projekt B-Colab umgesetzt: Studentinnen des Masterstudiengangs Online-Kommunikation forschen dabei in einer Wohnung der Deutsche Wohnen die Möglichkeiten smarten Wohnens im Alltag.

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