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Übernahmepoker: Deutsche Wohnen reagiert auf neue Vonovia-Bedingungen

Zahn: "Wir nehmen nicht hin, dass die Vonovia das Votum der Deutsche Wohnen-Aktionäre nicht akzeptieren will"
Bild: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen behält sich vor, den Inhabern ihrer beiden Wandelschuldverschreibungen bei einem möglichen Kontrollwechsel einen Geldbetrag anstelle von Aktien zu zahlen. Das Unternehmen reagiert damit auf die jüngste Veränderung der Bedingungen des feindlichen Übernahmeangebots der Vonovia. Deutsche Wohnen geht davon aus, dass die Mehrheit der Aktionäre das Angebot der Vonovia ablehnen wird.

Vonovia hatte die Mindestannahmeschwelle auf 44 Prozent der bei Abschluss des Angebots ausstehenden Aktien herabgesetzt. Damit versucht das Unternehmen nach Ansicht der Deutsche Wohnen, die Kontrolle über die Deutsche Wohnen mit Hilfe der Gläubiger der Wandelanleihen zu gewinnen und sich dem Votum der Aktionäre zu entziehen.

"Wir nehmen nicht hin, dass die Vonovia das Votum der Deutsche Wohnen-Aktionäre entgegen mehrfachen eigenen Zusicherungen nicht akzeptieren will", sagt Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen.

Die Deutsche Wohnen behält sich vor, durch Ausübung ihres Rechts auf Barzahlung anstelle der Lieferung von Aktien an die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen eine Verzerrung des Votums über den Erfolg des Angebots der Vonovia zu vermeiden. Dieser Schritt soll sicher stellen, dass Vonovia auch nach den veränderten Bedingungen mindestens 50 Prozent der Deutsche Wohnen Aktionäre von ihrer feindlichen Offerte überzeugen muss.

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Haufe Online Redaktion

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