Die Deutsche Wohnen hat den Berliner Wohnungsbestand wie angekündigt deutlich erhöht Bild: Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat 655 Millionen Euro investiert, um im Kernmarkt Berlin den Wohnungsbestand zu erhöhen: Gekauft wurden rund 3.900 Wohnungen und 270 Gewerbeeinheiten, wie das Unternehmen mitteilt. Finanziert werde der Kauf aus den Emissionserlösen der jüngst platzierten neuen Aktien und Wandelschuldverschreibungen. Ein Abschluss sei für das zweite Quartal 2017 zu erwarten.

Das Portfolio besteht laut Deutsche Wohnen im Wesentlichen aus hochwertigen Altbauten in zentralen Lagen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden. Der Investitionsbedarf sei gering. Der Kaufpreis von etwa 2.390 Euro je Quadratmeter impliziere einen Multiplikator von 20 auf Basis von Neuvermietungsmieten und 30 auf Basis derzeitiger Vertragsmieten, heißt es weiter.

Das Immobilienunternehmen hatte erst Ende Februar die Ergebnisse für 2016 mitgeteilt und zeigte sich zufrieden. Vor allem mit den operativen Zahlen: Der FFO erhöhte sich nach Angaben des MDax-Konzerns im Vergleich zu 2015 um 20 Prozent auf knapp 384 Millionen Euro. Profitiert hat das Unternehmen nach eigenen Angaben von einer attraktiven Marktentwicklung, insbesondere im Kernmarkt Berlin. In diesem Zusammenhang hatte Deutsche Wohnen auch bereits angekündigt, frisches Geld aus einer Kapitalerhöhung und neuen Wandelschuldverschreibungen in Zukäufe investieren zu wollen.

Portfoliowert um 2,7 Milliarden Euro gesteigert

Die Maßnahme sollen brutto rund 545 Millionen Euro in die Kasse der Deutsche Wohnen gespült haben. Weitere 800 Millionen Euro kamen durch die Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen hinzu. Einen Teil des Erlöses aus der Kapitalerhöhung will der Konzern außerdem für den Rückerwerb bestehender Wandelschuldverschreibungen verwenden.

Der Marktwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien lag Ende 2016 bei rund 16 Milliarden Euro (2015: 11,9 Milliarden Euro). Damit steigerte die Deutsche Wohnen den Wert ihres Portfolios nach eigenen Angaben um knapp 2,7 Milliarden Euro. Die eigene Zielgröße lag 500 Millionen Euro niedriger.

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