Steigende Mieten haben dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen im ersten Halbjahr Auftrieb gegeben. Das operative Ergebnis (Funds from Operations I, FFO I) legte im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf 248,5 Millionen Euro zu.

Dies teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Für das Gesamtjahr peilt  Deutsche Wohnen - wie auch bereits nach dem ersten Quartal 2018 - einen FFO I von rund 470 Millionen Euro an. Das wären fast neun Prozent mehr als 2017.

Gewinn um 2,9 Prozent zurückgegangen

Unter dem Strich blieben im ersten Halbjahr 652,7 Millionen Euro als Gewinn hängen. Das war trotz einer Aufwertung des Immobilienportfolios ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Prozent. Deutsche Wohnen führte dies darauf zurück, dass das Unternehmen im Vorjahr deutlich mehr Wohnungen verkauft und damit einen viel höheren Erlös erzielt hatte. Zudem legte der Wert der Wohnungen im Jahresvergleich weniger stark zu.

Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime

Die Deutsche Wohnen vermietet laut eigenen Angaben bundesweit mehr als 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime. Die meisten Immobilien des Konzerns liegen in Ballungszentren in Deutschland, wo die Mieten hoch sind. Davon profitiert Deutsche Wohnen genauso wie von geringeren Zinszahlungen.

Mehr Geld für Modernisierungen

Zuletzt hat Deutsche Wohnen deutlich mehr Geld in die Modernisierung gesteckt. Die Ausgaben hierfür betrugen in den ersten sechs Monaten knapp 100 Millionen Euro - das waren fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Kosten für die Instandhaltung gingen hingegen um elf Prozent auf 44 Millionen Euro zurück. Und bis 2022 will das Unternehmen früheren Angaben zufolge 1,2 Milliarden Euro in die Sanierung und Modernisierung stecken. Die Vertragsmieten stiegen im ersten Halbjahr um knapp sechs Prozent auf 387 Millionen Euro.

Deutsche Wohnen setzt auf Neubau

Um von der starken Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu profitieren, will die Deutsche Wohnen wie die Konkurrenten Vonovia und LEG neue Wohnungen bauen. Anders als Vonovia setzt die Deutsche Wohnen zudem auf die wachsende Zahl von Pflegebedürftigen in Deutschland.

Schlagworte zum Thema:  Unternehmen, Bilanz