Die Deutsche Wohnen erwartet für das zweite Halbjahr 2018 eine weitere Aufwertung des Portfolios um bis zu 1,5 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr wurde das Portfolio bereits um 678 Millionen Euro aufgewertet. Potenzial sieht der Immobilienkonzern vor allem in Berlin, Dresden und Leipzig.

Auch die FFO-Prognose für 2018 hat der MDax-Konzern leicht erhöht: Von 470 auf bis zu 478 Millionen Euro, nachdem das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um 11,2 Prozent auf 367,1 Millionen Euro zugelegt hatte.

Unter dem Strich blieben der Deutschen Wohnen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 756,7 Millionen Euro als Gewinn hängen, teilt das Unternehmen mit, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu beigetragen haben vor allem das Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung und das verbesserte Finanzergebnis.

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Aktie legte im frühen Handel am 14. November um 2,9 Prozent zu. Seit Anfang des Jahres hat sich die Aktie um fast 18 Prozent verteuert. Der Immobilienkonzern habe einen positiven Zwischenbericht präsentiert, der am Markt gut aufgenommen werden dürfte, schrieb Analyst Neil Green von der US-Bank JPMorgan.

Fair Value von rund 20 Milliarden Euro ohne Pflegeimmobilien

Die Mieten sind in diesem Zeitraum um 3,5 Prozent gestiegen, in Berlin sogar um 3,8 Prozent. Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Gesamtbestand betrug Ende September 6,55 Euro pro Quadratmeter. Die Deutsche Wohnen vermietet derzeit bundesweit rund 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten (überwiegend in Berlin) mit einem Fair Value von 20,1 Milliarden Euro. Zum Portfolio gehören außerdem Pflegeheime.

Der Ergebnisbeitrag aus dem Segment Pflege und Betreutes Wohnen betrug in den ersten neun Monaten 37,6 Millionen Euro (2017: 36,9 Millionen Euro).

Weitere Käufe und Verkäufe geplant

Die Deutsche Wohnen hat bisher im Geschäftsjahr 2018 rund 5.600 Wohn- und Gewerbeeinheiten für insgesamt rund 980 Millionen Euro beurkundet. Davon etwa 2.600 Einheiten in Berlin sowie 2.700 Einheiten in Dresden und Leipzig. Gleichzeitig wurden rund 1.500 Einheiten im Rahmen der Portfoliobereinigung veräußert.

"Wir glauben an Städte wie Berlin, Dresden und Leipzig und werden dort auch in Zukunft investieren." Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen

Zurzeit baut die Deutsche Wohnen im neuen Leipziger Stadtquartier Lindenauer Hafen.

Im Segment Pflege und Betreutes Wohnen wurde zum 1.10.2018 der Nutzen- und Lastenwechsel der Akquisition von 30 Pflegeeinrichtungen mit rund 4.700 Plätzen vollzogen.

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