Die Metropolregion Rhein-Neckar gerät immer stärker in den Fokus. Wie wird sie sich weiterentwickeln? Darüber diskutieren: Christiane Ram, Leiterin der Wirtschaftsförderung Mannheim, Robert an der Brügge, Vorstandschef der Familienheim Rhein-Neckar e.G., Mannheim, Prof. Michael Braum, Leiter der Internationalen Bauausstellung Heidelberg, Alexander Langendörfer, Geschäftsführer Diringer & Scheidel Wohn- und Gewerbebau GmbH, Mannheim, und Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister Heidelberg.

Herr Odszuck, Heidelberg ist sicher ein Herzstück der Region. Wo liegt Ihre Herausforderung als Baubürgermeister?
Odszuck: Heidelberg hat mit seinen rund 160 .000 Einwohnern rund 115.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Wir haben eigentlich eine Arbeitsplatzüberversorgung, versorgen die ganze Region mit Arbeitsplätzen. So kommt es zu einemungeheuren Druck auf Baulandflächen und dazu, dass wir rund 70.000 Einpendler jeden Tag haben, von denen gut 50.000 mit dem Auto kommen. Das sind handfeste Probleme, die wir nur zusammen bearbeiten können.
Frau Ram, ähnliche Herausforderungen in Mannheim?

Ram: Mit 185.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, 320.000 Einwohnern, einer entsprechend hohen Pendlerquote und einer starken, industriegeprägten Stadt sind uns die Sorgen von Heidelberg nicht fremd.

Mannheim hat, wie Heidelberg, die einmalige Chance, das Thema Konversion nutzen zu können.

Die Region rückt stärker in den Fokus

Da liegt die Zukunft?
Ram: Ich denke, die Zukunft besteht darin, zusammen mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Themenfelder der Zukunft besetzen zu können. Seitens der Stadt ist es das Bestreben, parallel Urbanität, Wohnen und Arbeiten der Zukunft ermöglichen zu können, um im Wettbewerb der Städte und Regionen weiter erfolgreich zu sein. Die Region als solches rückt – soweit mein Eindruck von der diesjährigen Mipim – stärker in den Fokus.
Herr An der Brügge, Sie sind noch nicht lange in der Region. Was reizt Sie hier?
An der Brügge:

Ich finde es faszinierend, den Strukturwandel vor allem in Mannheim zu sehen, klassische Industriebetriebe, wie die SCA an einem Ende der Stadt, altindustriell, aber erfolgreich und stadtprägend. Und dann die neuen Industrien, teilweise wissenschaftsinduziert.

In Ludwigshafen sind High Tech und klassische Chemie-Industrie beheimatet. Das alles spiegelt sich in den Strukturen der ganzen Region wieder und letztlich auch im Städtebau und den Siedlungsbildern.
Herr Langendörfer, wie ist Ihr Verhältnis zur Metropolregion?
Langendörfer: Als regional ansässiges großes mittelständiges Unternehmen ist die Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe sehr eng mit der Metropolregion und ihren Institutionen verbunden. Sie ist sowohl als Bauunternehmen als auch als Projektentwickler und Betreiber von Immobilien aktiv. Einen Großteil unseres Geschäftes machen wir in einem Radius von 50 km um Mannheim herum.

Es ist spannend, wie sich die Region in den  vergangenen zehn Jahren entwickelt hat...

Wie geht es weiter mit der Metropolregion Rhein-Neckar? Die wichtigsten Statements der Podiumsdiskussion finden Sie hier im Video.

Schlagworte zum Thema:  Konversion, Stadtentwicklung