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Debatte zur Gestaltung der Berliner Mitte gestartet

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In Berlin wurde unter dem Motto "Alte Mitte - neue Liebe?" die Debatte um die Neugestaltung des Areals zwischen Fernsehturm, Spree, Marienkirche und Rotem Rathaus gestartet. Die auf mehrere Monate angesetzte Reihe wurde jetzt von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) im Berlin Congress Center am Alexanderplatz eröffnet.

In Bürgerwerkstätten, Fachgesprächen und zwei Foren soll bis Jahresende ein Meinungsbild zur Gestaltung des Ortes entstehen. Bis zum 18. Mai können interessierte Bürger auch unter www.stadtdebatte.berlin.de diskutieren, der Online-Dialog wird im Herbst fortgesetzt.

Mit der Wiedervereinigung hat das zu DDR-Zeiten angelegte Areal, das heute "Rathausforum" genannt wird, eine neue städtebauliche Bedeutung erhalten. Das Gelände mit dem Marx-und-Engels-Denkmal und dem Neptunbrunnen gehört zu den innerstädtischen Gebieten, dessen Gestaltung und Nutzung noch nicht entschieden wurde. 1970 wurden dort neben Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsbauten auch die wenigen Reste älterer Bebauung abgerissen. Ausnahme blieb die Marienkirche.

Berliner wollen auch bei Mietenpolitik mitreden

Ein Jahr nach dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld wollen die Berliner auch bei der Mietenpolitik mitreden. Ein Mieter-Bündnis hat dazu vor Kurzem ein Volksbegehren gestartet. Geisel unterstützt das Anliegen im Grundsatz. Zweifel meldete er dennoch an.

Er habe den Eindruck, dass "der Vorschlag der Initiative einen für den Landeshaushalt recht teuren und auch langwierigen Systemwechsel bedeuten könnte", so Geisel.

Der Senat errechnet derzeit, welche Kosten das Gesetz für den Landeshaushalt bringen könnte. An vielen Forderungen der Initiative werde bereits gearbeitet, erklärte Geisel. Als Beispiel nannte er, dass der Senat das Angebot bezahlbarer Wohnungen erhöhe.


Mehr hierzu auch im Video: Erfolgreicher Start für den Mieten-Volksentscheid

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