Commerz Real: Institutionelles Geschäft im Fokus

Commerz Real hat im vergangenen Jahr Fondsimmobilien für 1,8 Milliarden Euro gekauft – das sind 400 Millionen Euro mehr als 2016. Die Verkäufe summierten sich auf 1,5 Milliarden Euro. Rund 50 Prozent der Transaktionen (2,4 Milliarden Euro) entfielen auf den offenen Immobilienfonds Hausinvest. 2018 will Commerz Real den Fokus auf den Ausbau des institutionellen Geschäfts setzen: Das Neugeschäftsvolumen von 330 Millionen Euro will Vorstandschef Andreas Muschter "mindestens verdoppeln".

Drei zu Beginn des vergangenen Jahres gestartete Spezialfonds für professionelle und semiprofessionelle Investoren haben 2017 die ersten Closings realisiert. Sie investierten in den Segmenten Hotel, Smart Living und Erneuerbare Energien. Erworben wurden unter anderem Studentenwohnungen, Mikroapartments und Hotels.

2016 hatte die Commerzbank-Immobilientochter zur Portfoliobereinigung sogar Immobilien für 2,7 Milliarden Euro verkauft. Damit hatte die Zahl der Verkäufe etwa doppelt so hoch gelegen wie die der Ankäufe (1,4 Milliarden Euro).

Hausinvest wächst auf 13 Milliarden Euro

Das Volumen des Hausinvest wuchs nach Angaben von Muschter auf mehr als 13 Milliarden Euro (2016: 11,8 Milliarden Euro). Grund waren auch Nettomittelzuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Die größten Transaktionen im vergangenen Jahr waren der Kauf des Pacific Beach Hotels in Honolulu (500 Millionen US-Dollar) und der Verkauf des Japan Centers in Frankfurt am Main (280 Millionen Euro). Letztgenannte Transaktion war laut Commerz Real auch unter den Top 10 der Einzeldeals 2017. Im Japan Center im Bankenviertel der Metropole gab es in den vergangenen Jahren immer wieder volumenstarke Vermietungen: So bezog etwa die Europäische Zentralbank 2013 vorübergehend 17.800 Quadratmeter.

Im Mai des vergangenen Jahres hatte der Fonds außerdem die Facebook-Zentrale in Seattle für 286 Millionen US-Dollar erworben.

Digitalisierung im Blick

Die Anzahl der Vermietungen der Hausinvest-Immobilien stieg gegenüber dem Vorjahr von 738 auf 836. Die Vermietungsquote lag demnach zum Jahresende bei 95 Prozent – das ist ein Plus von 1,9 Prozentpunkten gegenüber 2016.

Neben dem Ausbau des institutionellen Geschäfts will Commerz Real wie bereits im Vorjahr vor allem die Digitalisierung im Immobilienbereich weiter vorantreiben und damit neue Märkte erschließen.

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