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Über die Zukunft der Mietpreisbremse entscheiden die Wähler im Herbst 2017 Bild: Tim Reckmann ⁄

Seit Juni 2015 gilt in Deutschland die Mietpreisbremse. Sie soll verhindern, dass die Mieten in den Ballungszentren schnell steigen. Was ist hinsichtlich der Mietpreisbremse von den Parteien zu erwarten? 

Die CDU lehnt eine Verschärfung der Mietpreisbremse ab. Generell hält sie allerdings die Begrenzung der Mieten in angespannten Wohnungsmärkten für das richtige Instrument, um einen kurzfristigen Anstieg der Mieten zu dämpfen.

Die FDP setzt sich für die Abschaffung der Mietpreisbremse ein, da insbesondere Privatpersonen vor Investitionen in mehr Wohnraum abgeschreckt würden.

SPD hält an Mietpreisbremse fest

Im Gegensatz dazu, hält die SPD an der Mietpreisbremse fest, fordert jedoch zu deren Optimierung eine größere Transparenz der Vormieter und eine Auskunftspflicht für Vermieter. Außerdem verlangt sie, dass Mieter bei einer unzulässig hohen Miete die zu viel gezahlte Differenz rückwirkend zurückverlangen können.

B90/Die Grünen fordern eine Ausweitung der Mietpreisbremse durch die Aufhebung von bisherigen Ausnahmeregelungen bei umfassenden Modernisierungen bzw. eine deutliche Absenkung der Modernisierungsumlage. Zudem möchten sie eine Ausweitung der Zeitspanne ohne Mieterhöhungen durchsetzen.

Die Linke schließlich tritt für eine flächendeckende Mietpreisbremse ein, die unbefristet und ohne Ausnahmen gilt. Zudem soll eine Umgehung der gesetzlichen Mietpreisbremse als Betrug geahndet werden.


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Schlagworte zum Thema:  Mietpreisbremse, Bundestagswahl, Immobilienwirtschaft

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