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Bundesrat stoppt Verkauf des Dragoner-Areals in Berlin

Der Bundesrat setzt damit ein deutliches Zeichen
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) darf das "Dragoner Areal" in Berlin-Kreuzberg nicht wie geplant zum Höchstpreis an einen Immobilieninvestor verkaufen. Das teilten die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit. Der Finanzausschuss des Bundesrates stoppte den Deal.

Das Land Berlin und der Bezirk wollen dort preiswerte Wohnungen bauen lassen. Dafür will Berlin die Fläche vom Bund kaufen - allerdings nicht zum Höchstpreis, sondern zum viel niedrigeren Verkehrswert. Die Bundesanstalt wollte die rund 4,7 Hektar für 36 Millionen Euro verkaufen, dreimal so viel wie der Verkehrswert. Der Finanzausschuss beschloss jetzt, den Verkehrswert als Preis anzusetzen.

Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) erklärte: "Es ist unser Ziel, Berlin sozial gerecht und solidarisch zu entwickeln." Nötig seien auf dem Gelände "bezahlbare Wohnungen und Freiräume für Kunst, Gewerbe und Kultur". Der Kreuzberger Baustadtrat Hans Panhoff teilte mit: "Angesichts des enormen Preisdrucks in innerstädtischen Quartieren hat der Bundesrat ein deutliches Zeichen für eine zeitgemäße Wohnungsbaupolitik gesetzt."

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Schlagworte zum Thema:  Bundesrat, Berlin, Immobilienverkauf

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