02.07.2015 | Politik

Bundeskartellamt prüft Markt für Ablesedienste

Unter anderem sollen die Preise für die Erfassung kontrolliert werden
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Markt für Ablesedienste für Heiz- und Wasserkosten steht unter dem Verdacht möglicher Wettbewerbseinschränkungen. Dies wird das Bundeskartellamt nun untersuchen. Man wolle "etwaige Wettbewerbsprobleme aufdecken", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Es handelt sich dabei um eine Branchenuntersuchung, nicht um ein Verfahren gegen bestimmte Unternehmen.

Neben der Marktstruktur wollen die Wettbewerbshüter auch die Preise und Erlöse für die Erfassung und Berechnung der Heiz- und Wasserkosten prüfen, die in Deutschland überwiegend von den Mietern getragen werden.

Außerdem will die Behörde die Verhandlungsmacht der Ableseunternehmen gegenüber Immobilieneigentümern untersuchen.

Der Deutsche Mieterbund begrüßte den Vorstoß des Kartellamts. "Der Verdacht, dass die Preise zu hoch sind, liegt auf der Hand", sagte der Sprecher des Mieterbunds, Ulrich Ropertz, dem "Tagesspiegel" (Freitag). Der Markt werde von vier bis fünf Firmen beherrscht, die alle ähnliche Angebote und Preise hätten.

Das Bundeskartellamt kann eine derartige Untersuchung eines Wirtschaftszweiges vornehmen, wenn besondere Umstände vermuten lassen, dass der Wettbewerb im Inland möglicherweise eingeschränkt oder verfälscht ist.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bundeskartellamt

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