23.09.2015 | Politik

Bundeskabinett will Bausparkassen stärken

Die Bausparkassen leiden unter den Niedrigzinsen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Kabinett in Berlin hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Bausparkassen neben dem Kerngeschäft mehr Aktivitäten bei der Immobilienfinanzierung erlauben soll. Mit den neuen Regeln soll sichergestellt werden, dass sich Verbraucher auch künftig darauf verlassen können, dass langfristige Zusagen aus Bausparverträgen eingehalten werden.

Für Bausparer ändert sich nichts. So könnten Bausparkassen künftig etwa mehr gewöhnliche Baudarlehen vergeben und erhalten zudem die Möglichkeit, eine Pfandbrieflizenz zu erwerben sowie für ihre Refinanzierung Hypothekenpfandbriefe herauszugeben.

Eine Entlastung für Bausparkassen bei Alt-Verträgen, in denen noch hohe Zinszahlungen zugesichert wurden, ist nicht geplant. Die neuen Regeln könnten bereits Ende 2015 in Kraft treten.

In Deutschland gab es laut Finanzministerium Ende 2013 rund 30 Millionen Bausparverträge mit Bauspareinlagen von 151 Milliarden Euro. Um Kunden buhlen 21 Bausparkassen. Sie sind wegen langfristiger Verträge und Zinsbindungen besonders von niedrigen Zinsen betroffen.
Die Möglichkeiten zu reagieren, sind begrenzt.

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Schlagworte zum Thema:  Bausparkasse, Gesetzentwurf, Berlin

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