30.08.2016 | Stadtentwicklung

Bund will Problem-Stadtteile mit zusätzlichen 1,2 Milliarden Euro unterstützen

Berlin Gropiusstadt: Seit den 1980er Jahren sozialer Brennpunkt - kommt jetzt finanzielle Hilfe vom Bund?
Bild: Jens Rötzsch

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will Problem-Stadtteile bis zum Jahr 2020 zusätzlich mit 1,2 Milliarden Euro unterstützen, wie die "Nordwest-Zeitung" aus Oldenburg vorab berichtet hatte. Der Plan wurde inzwischen vom Bundesbauministerium verabschiedet. Die Regierung setzt damit ein Projekt des Koalitionsvertrags um. Der Wohnungswirtschaftsverband GdW begrüßte den Kabinettsbeschluss zur ressortübergreifenden "Strategie Soziale Stadt".

In der Vorlage des Ministeriums heißt es im Zeitungsbericht: "Die Bundesregierung sieht die Notwendigkeit, insbesondere benachteiligte Stadt- und Ortsteile effizienter und nachhaltiger als bisher zu unterstützen." Außerdem sollen sich die verschiedenen Ministerien mit ihren Programmen künftig besser abstimmen und ihr Fachwissen austauschen.

"Soziale Integration findet nicht nur im Bereich Arbeit und Bildung statt, sondern besonders in den Wohnquartieren", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Mit der nun beschlossenen Strategie könnten künftig Fördermittel in Gebieten mit erhöhten Integrationsanforderungen gebündelt werden.

Die zusätzlichen Mittel hatte Hendricks bereits im Juni angekündigt. Sie gehen fast vollständig an die Länder und können von den Kommunen abgerufen werden, etwa für die Sanierung von Kitas und Schulen, neue Spielplätze, barrierefreie Gehwege oder zur Unterstützung von sozialen Projekten. Mit sogenannten Stadtumbaumitteln können leerstehende Gebäude zu Wohnungen umgebaut werden.

Welche Kommunen und Projekte profitieren werden, steht einem Ministeriumssprecher zufolge noch nicht fest.

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Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung, Förderung, Koalitionsvertrag, Wohnungsbau, Sozialwohnung, Verband

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