| Bericht

Bund unterstützt Haus & Grund-Quartiere mit 790.000 Euro

Aufgabe des Modellvorhabens ist auch die Aufwertung von Wohngebäuden
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Eigentümerverband Haus & Grund soll von der Bundesregierung Mittel in Höhe von 790.870 Euro zur Entwicklung von Stadtquartieren bis 2015 erhalten. Das geht aus einer Antwort des Parlamentarischen Bau-Staatssekretärs Enak Ferlemann (CDU) an die Grünen-Fraktion hervor, die der dpa vorliegt. Die Grünen kritisieren das Vorhaben.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter erfahren haben will, bekommt der Verband mehr als die Hälfte aller Mittel des Programms "Kooperation im Quartier mit privaten Eigentümern zur Wertsicherung innerstädtischer Immobilien (KIQ)". Das Forschungsvorhaben umfasst insgesamt 1,58 Millionen Euro.

Aufgabe der 15 Modellvorhaben ist laut Ferlemann, "eine Aufwertung von Wohnungen, Gebäuden, Hof- und Freiflächen sowie des Wohnumfeldes zu erreichen." Haus & Grund-Geschäftsführer Torsten Weidemann sagte der dpa auf Anfrage, es handele sich um ein offen ausgeschriebenes Modellvorhaben, die örtlichen Verbände hätten sich als gute Ansprechpartner bewährt. Zudem sei an dem Projekt unter anderem auch eine gemeinnützige Wohngenossenschaft beteiligt.

Grünen-Bundestagsfraktion kritisiert die Zuwendungen

Daniela Wagner, Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Bauen und Wohnen, kritisierte die Zuwendungen: "Die Bundesregierung finanziert die Arbeit einer der mächtigsten Lobbyorganisationen in der Wohnungspolitik."

Die enge Verbindung zwischen Haus & Grund und der Bundesregierung sei schon bei der Mietrechtsnovelle auffällig gewesen, "in der Mieterrechte trotz Warnungen von Experten abgeschafft wurden."

Seit Mai gilt unter anderem, dass Mieter bei energetischen Sanierungsmaßnahmen trotz Lärm und Schmutz drei Monate lang die Miete nicht mehr mindern können. Zugleich gilt seitdem aber auch, dass die Länder in gefragten Gegenden eine Begrenzung des Preisanstiegs bei bestehenden Mietverhältnissen verfügen können. Demnach kann die Erhöhung auf 15 Prozent innerhalb von drei Jahren begrenzt werden. Bisher lag diese Erhöhungsgrenze bei 20 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Stadtentwicklung

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