| Solarförderung

Bund und Länder entschärfen Kürzungen bei Dachanlagen

Die Einschnitte bei Dachanlagen sollen geringer ausfallen
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach langem Streit haben sich Bund und Länder am Mittwochabend im Vermittlungsausschuss auf eine Kürzung der Solarförderung geeinigt. Nach Protesten der Länder werden die Kürzungen bei Dachanlagen zum Teil abgemildert. Große Solarparks bekommen 20 bis 30 Prozent weniger Geld.

Die Solarförderung soll bei einer installierten Leistung von 52.000 Megawatt (MW) auslaufen. Derzeit sind es 28.000 MW. Die Förderkosten zahlen die Verbraucher über den Strompreis.

Experten befürchten rasante Zubau an Solaranlagen

Dies könnte nach Expertenmeinung den von der Regierung nicht beabsichtigten Effekt auslösen, dass es zu einem rasanten Zubau an Solaranlagen kommt, um noch Fördergeld zu kassieren. Denn dies wird auf 20 Jahre garantiert gezahlt. Nach wochenlangen Verhandlungen soll es für größere Dachanlagen (10 bis 40 Kilowatt) mit 18,50 Cent je Kilowattstunde mehr Geld geben. Zunächst waren 16,50 Cent geplant. Damit soll der deutschen Solarindustrie geholfen werden, die wegen der Konkurrenz aus China unter Druck steht.

Die Länder hatten weitergehende Kürzungspläne der Koalition von Union und FDP im Mai mit einer Zweidrittelmehrheit im Bundesrat blockiert. Alle Beteiligten wollen das Speichern von Solarstrom forcieren, damit eine Antwort auf die schwankende Solarstromerzeugung gefunden wird. Die Regierung betont, dass es wegen immer günstigerer Module einen rasanten Zubau gebe, der die Kosten der Bürger in die Höhe treibt. Zudem ist das Stromnetz oft nicht fit für immer mehr Solarstrom. Bundestag und Bundesrat müssen den Kompromiss noch absegnen.

Schlagworte zum Thema:  Energie, Solarförderung

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