| Politik

Bund nimmt weitere Kommunen in Städtebauförderung auf

In Saarbrücken werden Arbeiten an der Ludwigskriche gefördert
Bild: M.E. ⁄

Der Bund fördert nach Berlin weitere Kommunen und Bundesländer aus dem Programm "Nationale Projekte des Städtebaus". Darunter sind Freiburg, Mannheim, Ulm und Wangen im Allgäu mit 18,6 Millionen Euro. Saarbrücken erhält 3,6 Millionen Euro für Arbeiten im Bereich des Ludwigsplatzes und Brandenburg 3,9 Millionen Euro für zwei Projekte.

In Freiburg werde die weitere Sanierung des Augustinermuseums bezuschusst, teilte der bau- und wohnungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Chris Kühn, mit. Mannheim erhalte Geld für den Umbau des NS-Luftschutzbunkers Ochsenpferch zum Stadtarchiv, Ulm für die Entwicklung der Zitadelle Wilhelmsburg und Wangen im Kreis Ravensburg für die Wiederbelebung des überwiegend leerstehenden Areals einer früheren Baumwollspinnerei.

Nach Angaben des Bundesbauministeriums in Berlin erhält Freiburg 6,7 Millionen Euro, Mannheim 6,6 Millionen Euro, Ulm 4,3 Millionen Euro und Wangen eine Million Euro.

Deutschlandweit werden 150 Millionen Euro ausgegeben

Deutschlandweit würden in diesem Jahr 150 Millionen Euro vom Bund an Kommunen gegeben. Ziel sei es, den Städtebau damit zu fördern und die Entwicklung der Kommunen zu unterstützen, sagte Ministerin Barbara Hendricks (SPD).

Das Programm gibt es den Angaben zufolge seit dem vergangenen Jahr. 168 kommunale Projekte hatten sich laut Ministerium in diesem Jahr um Fördergelder beworben, mehrere davon aus Baden-Württemberg.

Saarbrücken erhält Geld für Ludwigskirche

Ebenfalls gefördert wird in diesem Jahr das Barock-Ensemble Ludwigskirche in Saarbrücken mit 3,6 Millionen Euro. Wie das Bundesbauministerium am Donnerstag mitteilte, wurde der Projektantrag der Stadt mit dem Titel "Barock trifft Moderne" von einer 14-köpfigen Jury als förderwürdig befunden.

Das Geld soll nach Angaben der Stadt für Arbeiten an Ludwigskirche und Friedenskirche sowie für die städtebauliche Aufwertung der Stengel- und Eisenbahnstraße im Bereich des Ludwigsplatzes verwendet werden.

Brandenburg bekommt 3,9 Millionen Euro

Brandenburg bekommt 3,9 Millionen Euro für zwei herausragende städtebauliche Projekte. Für das ehemalige Berg- und Kalkwerk in Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) gibt es 2,7 Millionen Euro, wie das Bundesbauministerium mitteilte. Das Denkmal soll saniert und für Touristen attraktiver gemacht werden.

1,2 Millionen Euro seien für die einstige Schule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau (Barnim) bestimmt, hieß es. Das Gebäude soll für das Bauhausjubiläum 2019 hergerichtet werden.

Bund fördert drei städtebauliche Projekte in Hessen

Drei städtebauliche Projekte werden in Hessen gefördert. Zum einen in Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg), Bad Karlshafen (Kreis Kassel) und Kassel, zum anderen gehen 5,5 Millionen Euro an Bad Karlshafen für die Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser.

Die geplante neue Nutzung des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzbahnhofs in Bebra als Ort der Erinnerung wird mit 3,5 Millionen Euro unterstützt. 1,9 Millionen Euro werden der Stadt Kassel für die Aufwertung der Wilhemshöher Allee zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie auch:

Städtebau: Bund unterstützt Berlin mit 6,5 Millionen Euro

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Städtebau

Aktuell

Meistgelesen