Die kommunale Bremer Wohnungsgesellschaft Gewoba modernisiert ihren Firmensitz am Rembertiring. Das Bürohochhaus aus den 1970er Jahren soll bis 2020 energetisch saniert und umgebaut werden. Die rund 280 Mitarbeiter werden so lange in Ausweichquartieren untergebracht. Geplant ist außerdem ein Anbau mit Büro- und Konferenzräumen. Die Baukosten werden nach Angaben der Gewoba bei insgesamt 16,3 Millionen Euro liegen.  

Das Bürogebäude, ein Entwurf des Bremer Architekten Martin Zill, ist unterteilt in drei Quader, von denen der höchste 14 Etagen hat und 43 Meter hoch ist. Einzelne Unternehmensbereiche der Wohnungsbaugesellschaft Gewoba sind bereits seit 1966 an diesem Standort: zunächst auf 700 Quadratmetern im fünfgeschossigen Gebäudeteil an der Ecke Rembertistraße. Nach Fertigstellung des Hochhauses kamen 2.500 Quadratmeter Bürofläche dazu. In der ersten Umbauphase 2015/2016 wurde dann ein Teilbereich des Gebäudes energetisch saniert und im Innenbereich modernisiert.

"Wir haben viele Jahre lang die Sanierung unseres Bürohauses hinten angestellt und stattdessen in unsere Wohnungsbestände investiert." Carmen Kulmann, Projektleitung Gewoba

CO2-Ausstoß soll um 68 Prozent reduziert werden

Doch inzwischen gebe es für manche technische Vorrichtungen keine Ersatzteile mehr und provisorische Reparaturen seien auch unter Sicherheitsaspekten nicht dauerhaft vertretbar. Langfristig ist die Energiebilanz laut Kulmann aber das wichtigste Argument für die aufwendige Umbaumaßnahme: "Die Einsparpotenziale, die wir damit realisieren können, sind bemerkenswert".

Geplant sind eine neue Keramikfassade, für die das Büro Springerarchitekten (Berlin) beauftragt wurde, und Fenster mit Zwei-Scheiben-Isolierverglasung sowie eine energieeffiziente Heiz- und Lüftungsanlage. Insgesamt sollen nach Abschluss der Arbeiten 68 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden, so die Prognose.

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