27.09.2013 | Top-Thema Bremen: Erfolgsmodell Überseestadt

Infiziert vom „Virus Überseestadt“

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Bereits 2014 sollen im Hauptzollamt Bremen die ersten Unternehmen einziehen.
Bild: Strabag Real Estate GmbH

Joachim Linnemann, Investor und Projektentwickler, geschäftsführender Gesellschafter des Immobilienunternehmens Justus Grosse GmbH, ist einer der Rührigsten, wenn es um die Neuentwicklung von Büroflächen vor allem am Europahafen geht.

Der  „Virus Überseestadt“ habe das Projektentwicklungsteam infiziert, sind sich Linnemann und sein Kollege Clemens Paul einig. Das Zwischenfazit: „Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Die Teilhabe an der städtebaulichen Umsetzung eines neuen Stadtteils über einen sehr langen Zeithorizont macht einfach Spaß.“

Das jüngste Projekt der Grosse GmbH ist ausnahmsweise mal nicht in der Überseestadt beheimatet: das Projekt „Entrée“. Direkt am Rhododendronpark im Bremer Stadtteil Horn entstehen 40 schwellenlose Eigentumswohnungen für gehobene Ansprüche. Seit Anfang Juni rollen die Bagger und der Beton fließt.

Die Strabag Real Estate plant für 17 Millionen Euro ein weiteres Bürogebäude, das „üeins“, in der Überseestadt. Am Fuße des Europahafens soll nach Aussage von Projektleiter Detlef Neuhaus ein rund 9.500 Quadrat großes Bürogebäude entstehen. Im Erdgeschoss stünden zudem Flächen für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe zur Verfügung. Fertigstellung ist für Sommer 2015 angepeilt.  Bereits am 25.Juni feierte Neuhaus mit Team Richtfest für das neue Hauptzollamt Bremen, gegenüber den denkmalgeschützten Hafengebäuden Schuppen I und Speicher I. Einzug soll hier im Januar 2014 sein.

Vorbei an der Schellackfabrik, die seit 1893 besteht und heute den einzigen Schellackproduzenten Europas beherbergt, kommen Besucher auch beim „Weinkontor“ vorbei. Linnemann hat das rote Backsteingebäude gekauft, das nun mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern saniert wird und viele verschiedene Büros beherbergen soll. Auf insgesamt 11.000 Quadratmetern entstehen bis Frühjahr 2014 mit einem Investitionsvolumen von über 10 Mio. Euro vielfältigste Büro- und Gewerbeeinheiten mit Größen ab 100 Quadratmetern. Charakteristisch für die historische Substanz des Gebäudes ist z.B. der noch voll funktionsfähige Paternoster im Eingangsbereich, der laut Linnemann wohl erhalten bleibt. „Die Überseestadt wird uns sicher noch einige Zeit mit Neubauvorhaben beschäftigen“, sagt Linnemann.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung

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