Das Bundesbauministerium (BMUB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wollen den Wohnungsbau vorantreiben, indem sie Kommunen dazu ermuntern, innerstädtische Baulücken und Brachflächen besser zu nutzen. Um dem Ziel näher zu kommen, soll der Einsatz von "Innenentwicklungsmanagern" finanziell und fachlich gefördert werden. Modellstädte sind Aalen, Berlin, Hamburg-Altona, Ludwigsfelde, Offenburg, Regensburg, Solingen und Trier.

Es komme darauf an, "den Wohnungsbau dort voranzubringen, wo der Bedarf besonders groß ist", sagt Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Vielerorts fehlten Informationen, wie Flächen nutzbar gemacht werden könnten, ergänzt BBSR-Direktor Harald Herrmann: "Gleichzeitig haben die Kommunalverwaltungen oft keine Ressourcen für ein aktives Flächenmanagement, das Grundstückseigentümer und Investoren systematisch einbezieht.“

Mit einem „Innenentwicklungsmanager für den Wohnungsbau“ sollen Baulandreserven mit unterschiedlichen baurechtlichen Voraussetzungen schneller aktiviert werden.

Die Installation von Innenentwicklungsmanagern in den Kommunen ist eine der Empfehlungen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen. Er soll die Potenziale für die Innenentwicklung analysieren, Eigentümer und Investoren ansprechen und als zentraler Ansprechpartner der Stadtverwaltung fungieren. Zugleich soll er moderierend eingreifen, wenn über die Nutzung der Flächen für den Wohnungsbau verhandelt wird.

Das Forschungsprojekt ist Teil des Programms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“, welches das BBSR für das Bundesbauministerium umsetzt. Das Projekt läuft bis Ende 2019.

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