Der US-Vermögensverwalter Blackrock, Großaktionär der Deutschen Bank, hat seine Anteile am Immobilienkonzern Deutsche Wohnen auf 10,18 Prozent erhöht. Das Unternehmen verbinde aber mit der Erhöhung kein strategisches Interesse, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Die Anteilskäufe seien ein "Zeichen, dass Blackrock eine Outperformance der Deutschen-Wohnen-Aktie erwartet, aber nicht mehr", zitiert die "Wirtschaftswoche" Bernd Janssen, Partner des auf Immobilienaktien spezialisierten Analysehauses Victoriapartner. Die Aktie der Deutsche Wohnen hatte in den vergangenen vier Wochen besser abgeschnitten als Dax und MDax.

Blackrock hat auch die Anteile an anderen MDax-Wohnungsgesellschaften erhöht: Etwa bei der LEG Immobilien von zehn auf knapp elf Prozent und bei TAG Immobilien auf rund fünf Prozent. An Vonovia hält der Vermögensverwalter aktuell 8,7 Prozent.

Einfluss nehmen die Amerikaner, die zu den mächtigsten Fondsgesellschaften weltweit gehören, auch auf die Politik: Wie Spiegel Online schreibt, drängt Blackrock auf die europäische Bankenunion.

Blackrock ist zudem ein fleißigsten Käufer auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt und war etwa 2017 vertreten unter der Top-Ten-Deals mit dem Kauf des Kustermann-Parks in München für 280 Millionen Euro. Außerdem gehörte Blackrock zu den Klägern, die im Jahr 2013 gegen die Großbank JP Morgan im Zusammenhang mit dem Verkauf von Hypothekenpapieren auf Schadensersatz geklagt hatten.

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