Blackrock sieht den deutschen Immobilienmarkt als Wachstumsmarkt. Bild: MEV Verlag Germany

Blackrock investiert Milliarden Euro in deutsche Immobilien. Deutschland ist für den US-Finanzriesen ein Wachstumsmarkt, und im internationalen Vergleich sei der hiesige Markt immer noch nicht teuer. Man sehe "aktuell keine Preisblasen im Immobilienmarkt", sagt Deutschlandchef Christian Staub zur Entwicklung der Immobilienpreise. Eine größere Herausforderung sei der Gebührendruck, der Vermögensverwalter belaste.

"Der Gebührendruck wird natürlich auch an uns als Vermögensverwalter weitergegeben", sagt Staub. Die Gebühren für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) etwa seien bereits drastisch gesunken. "Wir denken, dass sich über die kommenden Jahre in Europa noch sieben bis zehn Spieler halten werden, die ETFs anbieten." Derzeit seien es etwa 40 bis 50 Anbieter.

"Wir denken darüber nach, künftig in Einzelfällen auch im Vorfeld, auch über die Öffentlichkeit Einfluss zu nehmen, wo wir sehen, dass Corporate-Governance-Grundsätze missachtet werden", so Staub.

Blackrock wurde im Jahr 1988 gegründet und verwaltet nach eigenen Angaben mit weltweit 13.000 Mitarbeitern ein Vermögen von umgerechnet rund 4,81 Billionen Euro. In Deutschland ist es Staub zufolge derzeit ein "hoher zweistelliger Milliardenbetrag". Mit steigender Tendenz: "Wir hatten in den vergangenen Jahren hier ein gutes, teils zweistelliges prozentuales Wachstum bei den Nettoneugeldern."

"Die enormen Zuwächse der vergangenen Jahre etwa in Frankfurt, München und Hamburg sind schwindelerregend, wenn man sie regional betrachtet", sagt Staub. Im internationalen Vergleich sei der hiesige Markt jedoch immer noch nicht teuer, was nicht ausschließe, dass es in einzelnen Märkten Exzesse gebe.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienblase, Immobilienmarkt, Vermögensverwaltung

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