Blackprint Booster wird zum europäischen PropTech Hub ausgebaut

Der Blackprint PropTech Booster wird zum europäischen PropTech Hub ausgebaut. Künftig will der Accelerator verstärkt auch PropTechs aus dem europäischen Ausland fördern. Noch bis zum 21. Dezember läuft die Bewerbungsphase für die vierte Programmrunde.

In den ersten drei Runden hat der Ende 2016 gegründete Accelerator insgesamt 153 PropTechs geprüft. Zwölf ausgewählte Teams nahmen jeweils sechs Monate lang an Coachings teil und führten Pilotprojekte mit strategischen Programmpartnern durch. In der dritten Runde waren das:

  • das auf Mieterkommunikation mittels künstlicher Intelligenz spezialisierte Unternehmen Bots4You,
  • die finnische Finanzmodellierungs- und Simulationssoftware für Immobilienportfolios Exquance,
  • die Plattform für die digitale Verwaltung von Mietkautionen Rentseed und
  • der "Online-Dachdecker" Stegimondo.

An elf der zwölf Tech-Unternehmen beteiligte sich der Booster über seinen Fonds. Zudem wurden Kontakte für Anschlussfinanzierungen geknüpft. Insgesamt sammelten die Unternehmen rund acht Millionen Euro ein. Jeweils mehr als eine Million Euro sicherten sich Roomhero (erste Runde), Simplifa und VRnow (beide zweite Runde).

Analyse von Entwicklungen im PropTech-Bereich soll ausgeweitet werden

In den kommenden Monaten will der Accelerator die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Finanzierern wie Business Angels, strategischen Investoren und Venture Capital Fonds intensivieren und auch mit Technologiepartnern außerhalb der Immobilienbranche kooperieren.

Auch im Bereich Research soll das Engagement vertieft werden. So sind Studien zu Schwerpunktthemen in Zusammenarbeit mit Beratungen und Instituten sowie eine Ausweitung der Kooperationen im Hochschulbereich – speziell mit europäischen Tech-Universitäten – geplant. Zudem soll die Analyse von Entwicklungen im PropTech-Bereich ausgeweitet werden.

Bereiche "Vermitteln" und "Verwalten" dominieren bei den PropTechs

Aktuell zählt der Booster 527 PropTechs in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Die höchsten Anteile entfallen auf die Bereiche "Vermitteln" (30 Prozent) und „Verwalten“ (16 Prozent).

"Wir sehen allerdings, dass neue digitale Geschäftsmodelle immer technologie-getriebener werden. Deshalb gehen wir davon aus, dass der Anteil und der Einfluss der PropTechs insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz oder Internet of Things deutlich zunehmen wird." Jakob Schulz, Senior Program Manager beim Booster

Die Bewerbungsphase für die vierte Programmrunde läuft noch bis zum 21.12.2018. Der Start des Programms ist im Februar 2019.

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