Simplifa bietet Inhabern von Immobilien mit Aufzugsanlagen einen Rundum-Service Bild: Michael Bamberger

Das Accelerator-Programm Blackprint Booster hat für die zweite Runde ein weiteres PropTech aufgenommen: Simplifa mit Sitz in Berlin ist auf das digitale Aufzugsmanagement spezialisiert. Neben Simplifa werden auch ALLVR, VRnow und Wohnungshelden gefördert. Damit wächst die Zahl der Booster-Teilnehmer auf vier junge Gründungsunternehmen.

Durch die Bündelung von Prozessschritten und die Digitalisierung von Daten will Simplifa unter anderem Kosten reduzieren und die Wartung erleichtern. Simplifa filmt die Aufzugsanlagen, so können sie Techniker ohne großen Aufwand begutachten. Über den Blackprint Booster will das 2013 gegründete Unternehmen den neuen, komplett digitalen Prototyp einer Aufzugsanlage testen und eine neue Finanzierungsrunde vorbereiten.

"Im Bereich Aufzugsmanagement schlummert noch viel ungenutztes Optimierungspotenzial. Die Gründer jedenfalls sind mit enormer Leidenschaft dabei", sagt Alexander Ubach-Utermöhl, Initiator und Geschäftsführer des Boosters.

Neben Simplifa fördert der Booster in der Accelerator-Runde auch die auf Virtual Reality spezialisierten PropTechs ALLVR und VRnow sowie die digitalen Wohnungsvermittler Wohnungshelden. Die vier Gründerteams erhalten neben 50.000 Euro Beteiligungskapital die Chance, ihre Geschäftsmodelle mit den strategischen Programmpartnern – wie Vonovia, Techem oder Goldbeck Gruppe – unter realen Marktbedingungen zu testen.

Von digitaler Wohnungsvermittlung bis Virtual Reality

Das ProTech Wohnungshelden aus München hat eine schnittstellenlose Lösung für die digitale Wohnungsvermittlung entwickelt. VR Now (Berlin) programmiert Computer-Vision-Algorithmen, die Gebäudegrundrisse automatisch erkennen, die Daten auswerten und in 3D-Modelle umwandeln. Auch ALLVR (Berlin) setzt auf Virtual Reality und hat ein Tool entwickelt, über das Nutzer ortsunabhängig 3D-Rundgänge durch Gebäude vornehmen und teilweise Details modifizieren können.

-> Deutscher Startup-Verband gründet PropTech-Gruppe

„Wir sehen großes Potenzial für die Ansätze der drei Unternehmen“, sagt Alexander Ubach-Utermöhl, Gründer und Geschäftsführer des Boosters. Für den ersten „Batch“ hatten sich die Startups Bespaced, Habitalix, Moderan und Roomhero qualifiziert.

Aktuell hat der Blackprint Booster neun strategische Programmpartner. Dazu zählen die Aareon AG, Commerz Real AG, Deutsche Reihenhaus AG, Goldbeck Gruppe, NAI apollo group, Obotritia Capital KGaA, techem GmbH und Vonovia SE. Die Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle stellt ihre Beratungsexpertise zur Verfügung.

Für die drei geplanten Runden im zweijährigen Programm stellen die strategischen Partner insgesamt ein Budget von bis zu 2,5 Millionen Euro bereit.

Initiiert wurde der Accelerator von der auf PropTechs spezialisierten Beteiligungsgesellschaft Blackprintpartners aus Frankfurt am Main und dem Aufsichtsratschef der Lichtblick SE, Marc Stilke.

Schlagworte zum Thema:  PropTech

Aktuell
Meistgelesen