28.05.2013 | Unternehmen

Bilfinger gibt PPP-Geschäftsfeld auf

Für diesen Wohnblock in Berlin-Tempelhof hat Bilfinger Real Estate die Verwaltung übernommen.
Bild: Bilfinger Real Estate

Der Baukonzern Bilfinger will künftig kein Partner des Staates mehr sein. Das Unternehmen hat die Trennung vom Konzessionsgeschäft mit der öffentlichen Hand angekündigt.

Die strategische Rolle des Geschäftsfelds Concessions sei rückläufig, hieß es zur Begründung. Die Geschäftsmöglichkeiten mit anderen Unternehmenseinheiten, insbesondere den Baubereichen, hätten erheblich an Bedeutung verloren. Bilfinger wird jetzt konkrete Gespräche mit potenziellen Interessenten aufnehmen. Im Geschäftsfeld Concessions realisiert Bilfinger den Angaben zufolge als privater Partner der öffentlichen Hand auf Grundlage langfristiger Konzessionsverträge Verkehrswege und Immobilien. Wichtige Märkte seien Australien, Nordamerika und Europa. Das Projektportfolio umfasse derzeit 16 Engagements, in denen Eigenkapital in Höhe von 254 Millionen Euro gebunden sei. Ausweislich des aktuellen Geschäftsberichts hatte der Gewinn vor Zinsen, Steueren und Abschreibungen (Ebita) 2012 bei 41 Millionen Euro gelegen.

Nach der angekündigten Trennung vom Konzessionsgeschäft setzten sich die Aktien von Bilfinger heute an die MDax-Spitze. Zuletzt verteuerten sich die Titel des Mannheimer Baukonzerns um 3,59 Prozent auf 80,59 Euro. Der Index der mittelgroßen Werte gewann zeitgleich 1,23 Prozent.

Zudem gab der Baukonzern bekannt, dass Bilfinger Real Estate das Mandat für die Verwaltung eines Wohnportfolios mit 147 Einheiten und rund 11.000 Quadratmeter Fläche in Berlin-Tempelhof erhalten hat.

Schlagworte zum Thema:  Public-Private-Partnership, Baukonzern

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