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Bilfinger-Chef greift bei Korruption hart durch

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Landshut gegen vier Bilfinger-Mitarbeiter
Bild: Haufe Online Redaktion

Roland Koch will im Kampf gegen Korruption hart durchgreifen. Toleranz werde keinen Raum haben, sagte der Chef des Bilfinger-Konzerns in München. "Wenn ich einen erwische, hat er mich das letzte Mal gesehen und ich ihn."

Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Landshut gegen vier Mitarbeiter des Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzerns wegen möglicher Schmiergeldzahlungen in Ungarn und der Slowakei seit dem Jahr 2010 ermittelt. Dabei geht es nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

Trotz einer Verschärfung der Compliance-Regeln lasse sich das Problem in einem internationalen Konzern wie Bilfinger mit 350 Tochterunternehmen nicht vollkommen ausschließen, sagte Koch. "Es macht keinen Sinn zu sagen, es gibt keine Gesetzesverstöße mehr." Durch klare Regeln sei der Kampf gegen Korruption aber besser beherrschbar als früher. Auch den verantwortlichen Mitarbeitern sei das klar. "Heute ist die Angst, durch Korruption den Kopf zu verlieren, größer als die Angst vor geringen Margen."

Schlagworte zum Thema:  Korruption, Compliance

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