19.05.2016 | Top-Thema Big-Data-Spezialisten in der Immobilienbranche

Spürbar gesucht: Big Data Miner

Kapitel
Big Data: Die Anforderungen erfordern auch neue Führungskonzepte.
Bild: Corbis

Der professionelle Umgang mit Big Data erfordert Kenntnisse und Fähigkeiten, die über über das bisherige Profil von IT-Spezialisten hinausgehen. Für die Arbeit in immobilienwirtschaftlichen Unternehmen kommt spezifisches Know-how noch hinzu. 


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Davon ist Stefani Miseré, geschäftsführende Gesellschafterin von Arnim Personalberatung überzeugt. In Unternehmen sei Big Data kein spezifisches Thema der IT-Abteilung, des Marketings oder des Controllings, sondern ein klassisches Schnittstellenthema. Daher werden sich auch in der Immobilienwirtschaft Spezialisten etablieren müssen, so Miseré.

Big Data lässt neue Berufsbilder entstehen

Big Data wird zu neuen Berufsbildern führen, darüber sind sich Experten einig. Die Experton Group führt neben dem Data Scientist, den Data Artist, den Data Architect, den Information Broker, den Daten-Ingenieur und den Data Change Agent auf. Hinzu kommen noch der Data Strategist und als Führungsverantwortlicher der Chief Digital Officer (CDO). Gemeinsam ist allen der Querschnittcharakter ihrer Aufgaben. 

Zumindest in Teilbereichen der Branche wird die Nachfrage nach Big Data Profis steigen, beispielsweise im Analystenbereich, in der Transaktionsberatung, im Fonds- und Gebäudemanagement, im Vertrieb, der Projektentwicklung, aber auch in der Stadtentwicklung, etwa im Hinblick auf die Smart City, erläutert Stefani Miseré. Im Human Ressource-Bereich könne die professionelle Nutzung von Big Data zur Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit, zur Verbesserung von Team- und Organisationsprozessen, aber auch zur Führungskräfteentwicklung dienen.

Big Data in der Chefetage: Hier gibt es Nachholbedarf

Die digitale Transformation ist offenbar in den meisten Unternehmen noch nicht in der Führungsetage verortet. 

"Nur elf Prozent der Firmen verfügen bislang über einen Chief Digital Officer (CDO) als Hauptverantwortlichem für die Digitalisierung von Geschäftsmodell und –prozessen“

Markus Amon, Head of Real Estate des Beratungsunternehmens Kienbaum Executive Consultants.

In einer aktuellen Studie des Unternehmens zu diesem Thema seien zwar nicht speziell Unternehmen der Immobilienbranche befragt worden, Amon geht aber für diese von ähnlichen Ergebnissen aus. Der Umgang mit Big Data wird nur erfolgreich gelingen,
wenn es neben einer Digital Unit, die die relevanten Methoden und Digital Business Developments beherrscht, auch einen Verantwortlichen gibt, der das gesamte Thema steuert und vorantreibt“, so Amon. Auch er sieht durch die Digitalisierung neue Anforderungen auf Führungskräfte zukommen. Ihre Teams seien nicht unbedingt mehr physisch anwesend, sondern arbeiteten zu unterschiedlichen Zeiten und überall auf der Welt. Diese Arbeitsprozesse erforderten neue Führungskonzepte.


Zum 2. Kapitel: Neue Berufsbilder in Aus-und Weiterbildung 


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Schlagworte zum Thema:  New Work, Big Data, Immobilienwirtschaft, Digitalisierung

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