| Gesetzentwurf

BFW kritisiert Erhöhung der Grunderwerbsteuer im Saarland

Bundeszentralamt für Steuern im saarländischen Saarlouis
Bild: Gerhard Frassa ⁄

Im Saarland steigt die Grunderwerbsteuer massiv, wenn der Landtag dem Gesetzentwurf der Landesregierung zustimmt: Der Steuersatz würde ab dem 1.1.2013 dann von 4,5 Prozent auf 5,5 Prozent klettern.

"Das Saarland muss sich seiner Entscheidung bewusst sein. Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer erschwert jungen Familien ins Eigenheim zu ziehen und verhindert damit auch die Alterssicherung", sagte Ira von Cölln, Geschäftsführerin im BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

Werden die Pläne der Landesregierung Realität, müssten etwa für einen Neubau mit einem Investitionsvolumen von 250.000 Euro rund 13.750 Euro Grunderwerbsteuer gezahlt werden, die überdies steuerlich nicht berücksichtigt werden können. In Bayern liegt die Grunderwerbsteuer derzeit bei 3,5 Prozent. Hier müssten 8.750 Euro an den Staat abgeführt werden, was einen Unterschied von 5.000 Euro bedeutete.

Der BFW erwartet, dass die erhöhten Finanzierungskosten insbesondere junge Familien davon abhalten, Eigentum zu bilden. "Im besonderen Fall des Erwerbs einer Gebrauchtimmobilie führt dies zu weniger Liquidität, um in die energetische Sanierung oder den altersgerechten Umbau zu investieren", ergänzte von Cölln mögliche Konsequenzen.

Dies konterkariere die Pläne der Bundesregierung, die mit dem Energiekonzept und der altersgerechten Modernisierung in die Breite wirken wolle.

Schlagworte zum Thema:  Grunderwerbsteuer

Aktuell

Meistgelesen